Laienspieler nehmen Abschied mit Bühnenschmankerl

Das Team des Kleinen Studios steht am 22. April zum letzten Mal auf der Bühne des „Kaisergartens„.

NEUENRADE ▪ Nach mehr als 50 Jahren begeistertem Engagement für das Theaterspielen verabschieden sich Hans Dickel, der Leiter der Laienspielgruppe „Kleines Studio“, und das gesamte Ensemble mit einer Abschiedsvorstellung beim treuen Publikum.

Am Sonntag, 22. April, stehen die Laienspieler ab 17 Uhr im Hotel „Kaisergarten“ zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Natürlich möchten sie dann dafür sorgen, dass die Neuenrader sie noch lange in guter Erinnerung behalten. Sicherlich haben sie an diesem Sonntag einen vollen Saal verdient, denn mit ihren unzähligen Aufführungen ist es ihnen gelungen, den Zuschauern viel Freude zu bereiten. Einige Darsteller wie Regina und Bernd Rüschenberg, Christel und Günter Hammecke oder Heike Dickel sind schon seit Jahrzehnten dabei.

Der Theaternachmittag beginnt mit einem „Schmankerl“ von Karl Valentin: „Auf der Burg, da gibt‘s koa Sünd!“ Es folgen zwei Einakter von Ludwig Thoma. „Gelähmte Schwingen“ ist der Titel des ersten Lustspiels. Ursprünglich hatte es Thoma „Dichter und Metzger“ genannt. Dieser Titel verrät auch deutlich mehr über den Inhalt des Stücks: Die Aufführung eines Stückes des Volksdichters Otto Haselwanter gerät zum Fiasko! „Pfiffa hoam‘s“ heißt es von Zuschauern. Die Stimmung im Hause Haselwanter ist entsprechend. Allerdings verschlechtert sie sich noch mehr, als der Schwiegervater des Dichters, Metzgermeister Benno Summerer, samt seiner Ehefrau, grob und grollend erscheint. Er will nicht länger als Geldgeber des Stückeschreibers tätig sein. Zu allem Überfluss hat er auch noch konkrete Vorschläge, wie Haselwanter ab sofort dichten soll. Ist es da noch verwunderlich, dass die „Schwingen des Dichterrosses Pegasus gelähmt werden“, wenn die Dichtkunst mit der Wurstspritze auf Vordermann gebracht werden soll?

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