Lagerkapazität verdoppelt

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Ludger Fuderholz, Norbert Schütz, Knut Menshen und Carlpeter Wagner (v.l.) am Haken des Krans, der das zehn Tonnen schwere Bediengerät (links) in das Lager hob. ▪

KÜNTROP ▪ Sieben Monate Bauzeit, etwa 200 Tonnen Stahl ohne die Außenfassade und ein Budget von 4,9 Millionen Euro – das sind nur ein paar Zahlen zum neuen Hochregallager der Firma Stauff in Küntrop. Auf den Tag genau wurde auch der Einbau des tonnenschweren Regelbediengerätes (RBG) geplant, doch starker Wind verzögerte zunächst den Einbau, ehe am Nachmittag der nächste Versuch erfolgreich war.

Das neue Lager ist indes gar kein wirklich neues, sondern „nur“ ein Anbau. Doch dieser hat es in sich, denn die Lagerkapazität an der Wasserburgstraße verdoppelt sich. Das bedeutet aus 5200 Palettenstellplätzen werden mehr als 10 000. Wobei die Firma erst eine Regal-Gasse direkt in Betrieb nehmen will – eine Zweite ist für die Zukunft aber schnell eingerichtet. „Das ist einfach eine Wachstumsvorbereitung“, erklärte Logistikleiter Ludger Fuderholz.

Die Vereinigung des fertigen Regals mit dem Bediengerät – ein zehn Tonnen schwerer Mast mit Fahrwerk der auf Schienen durch die Gasse fährt und so nach dem Zufallsprinzip jede der palettenbreiten Boxen erreichen kann – scheiterte allerdings zunächst noch am starken Wind. Der Kran – mit einem Ausleger in 65 Metern Höhe – der das Gerät durch eine „kleine“ Öffnung im Dach in die Halle heben sollte kam noch nicht zum Einsatz. Am Nachmittag nutzten die Arbeiter dann aber eine leichte Flaute und das Bediengerät schwebte in die Halle und konnte montiert werden.

So zeigten sich Geschäftsführer Knut Menshen und Architekt Norbert Schütz vom schnellen Baufortschritt in diesem Jahr begeistert. „Wir haben ja erst im April angefangen“, erinnerte Menshen. Auch Ludger Fuderholz zeigte sich trotz der kleinen wetterbedingten Verzögerung zuversichtlich: „Spätestens Weihnachten läuft hier alles.“ Froh war der Logistikleiter auch, dass der Anbau kaum Konsequenzen für den laufenden Betrieb des fast genau vor zehn Jahren eröffneten Hochregallagers in Küntrop hatte. „Einen einzigen Tag mussten wir aussetzen.“

Carlpeter Wagner, Projektleiter der Firma Viastore, kennt die Ausmaße des Lagers ganz genau, denn seine Firma konzipierte und baute die Anlage. 60 Meter lang, 25 Meter hoch und zehn Meter breit – dies sind die genauen Maße. „Möglich sind aber bis zu 40 Meter hohe und 150 Meter lange Gassen“, kennt Wagner noch weitaus größere Projekte. In Küntrop reicht es aber für das Produktportfolia von Stauff aus. Insgesamt 12 000 unterschiedliche Teile, darunter die bekannte Stauff-Schelle, sind dort immer auf Lager.

Neben dem Hochregal- erweiterte das weltweit tätige Unternehmen auch das daneben liegende Kleinteilelager. Hier fanden bis 27 000 Teil Platz. Dazu kommen jetzt 7000. Möglich ist aber auch hier noch in der Zukunft eine Verdoppelung. ▪ David Schröder

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