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„Kunst im Advent“ in Neuenrade

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Von: Carla Witt

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Einige Bilder aus der Serie „Interior“ hängen momentan im Treppenhaus der Künstlerin. Auch diese Arbeiten sind im Kunstfenster Alte Apotheke zu sehen.
Einige Bilder aus der Serie „Interior“ hängen momentan im Treppenhaus der Künstlerin. Auch diese Arbeiten sind im Kunstfenster Alte Apotheke zu sehen. © Witt, Carla

Vom eigenen Wohnzimmer in die ehemalige Apotheke, von Werdohl nach Neuenrade: Die heimische Künstlerin Annette Kögel lädt in der Vorweihnachtszeit wieder zur „Kunst im Advent“ in die frühere Gertrudenapotheke an der Ersten Straße ein.

Auf die Offenen Ateliertage in Werdohl müssen Kunstfreunde zumindest in diesem Jahr noch verzichten.

Einerseits sei die Corona-Pandemie ja noch nicht vorbei. „Und langfristiges Planen ist gerade im Herbst und Winter schwierig“, weiß Annette Kögel. Andererseits sei die Adventsausstellung im Kunstfenster Alte Apotheke im vergangenen Jahr sehr gut angekommen. Das habe auch Bernd Buntenbach, Besitzer der ehemaligen Apotheke, festgestellt. „Er hat mich angesprochen, ob ich wieder interessiert bin“, berichtet die heimische Künstlerin, die gerne zusagte.

„Rostige“ Styrodur-Hirsche und weihnachtliche Karten

Ab Freitag, 26. November, lädt Annette Kögel nun zur „Kunst im Advent“ an die Erste Straße ein. Passend zu dieser ganz besonderen Zeit bietet die Werdohlerin dort unter anderem „rostige“ Styrodur-Hirsche, kleine Bilder mit Sternen oder Weihnachtskugel-Motiven sowie weihnachtliche Karten und Notizbücher an.

„Ansonsten bringe ich alles aus dem Homepainting mit“, weist Kögel darauf hin, dass sie in diesem Jahr auf ihren jährlichen, kreativen Aufenthalt in der Kaiserstadt Trier coronabedingt verzichten musste. Auf den Austausch mit ihrer Kollegin und Freundin Renate Wischinski vom Niederrhein musste sie aber dennoch nicht verzichten. „Wir haben uns unsere Arbeiten hin- und hergeschickt, die Bilder besprochen und auch Kritik geübt“, verrät die Werdohlerin. Zum Beispiel die Kunstwerke aus der Serie „Still gelebt“, deren Titel in Anlehnung an die Einschränkungen in Pandemiezeiten entstand. Auch die Serie „Interior“ lässt sich mit dem coronabedingten Leben auf Sparflamme in Verbindung bringen: Die Künstlerin hat Raumsituationen auf die Leinwand gebracht, die quasi von anderen Elementen überschattet werden.

Hochwasserkatastrophe kreativ verarbeitet

Die Hochwasserkatastrophe hat die Künstlerin ebenfalls auf kreative Weise verarbeitet: Beim Betrachten der gespachtelten „Muro“-Bilder, deren Grundfläche an helles Mauerwerk, beziehungsweise Putz, erinnert, entdeckt der Kunstfreund, was in den gewollten Rissen zum Vorschein kommt.

Die Verkaufsausstellung „Kunst im Advent“ wird am Freitag, 26. November, um 15 Uhr eröffnet. Letzter Ausstellungstag ist Mittwoch, 15. Dezember. Bis einschließlich Dienstag, 7. Dezember, sind Besucher jeweils montags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr willkommen. Darüber hinaus können unter Tel. 0172/5649954 individuelle Besuchstermine mit der Künstlerin abgesprochen werden.

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