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Kulturverein regelt Nachfolgen nach geplantem und überraschendem Rückzug

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Von: Michael Koll

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Jan Riecke (Mitte) wurde zum neuen Geschäftsführer des Forums Neuenrade gewählt. Vorsitzender Antonius Wiesemann sowie Kassenwartin Margarete Kind gratulierten mit einem guten Tropfen.
Jan Riecke (Mitte) wurde zum neuen Geschäftsführer des Forums Neuenrade gewählt. Vorsitzender Antonius Wiesemann sowie Kassenwartin Margarete Kind gratulierten mit einem guten Tropfen. © Michael Koll

Jan Riecke ist neuer Geschäftsführer des Forums Neuenrade. Er wurde einstimmig von acht Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung im Rathaus zum Nachfolger von Monika Arens gewählt, die in Kürze in den Ruhestand wechselt.

Neuenrade ‒ Bürgermeister Antonius Wiesemann – zugleich Vorsitzender des Kulturvereins – lobte Arens, die erkrankt fehlte: „Sie war seit der Gründung des Forums am 1. Oktober 2007 unsere Geschäftsführerin. Dabei war sie immer sehr verlässlich, korrekt und zuverlässig. Kurz: Sie war die gute Seele des Forums.“

Eine weitere Personalie wurde an diesem Abend entschieden. Nach dem überraschenden Rücktritt Heinz Rohes als Vorsitzender des Neuenrader Geschichts- und Heimatvereins (GHV, » Infokasten), stand dieser auch nicht mehr als GHV-Abgeordneter im Forum Neuenrade zur Verfügung. Rohes Nachfolger Klaus Peter Sasse wurde in Abwesenheit folglich als Abteilungsleiter für den Heimatverein bestätigt.

Der Geschichts- und Heimatverein im Forum Neuenrade

Aus seinem Urlaub heraus schilderte der neue Sprecher für den Geschichts- und Heimatverein (GHV) im Forum Neuenrade, Klaus Peter Sasse, telefonisch die neuesten Entwicklungen im GHV: „Der noch recht neue Vorsitzende Heinz Rohe hat von einem Tag auf den anderen schriftlich für sich und seine Frau den Rücktritt erklärt.“ Sylvia Rohe war erst im Mai als Schatzmeisterin in den vierköpfigen geschäftsführenden GHV-Vorstand gewählt worden. Sasse schildert nun, dass noch im selben Monat der schriftliche Rücktritt erfolgt sei. „Wenn plötzlich die Hälfte des geschäftsführenden Vorstands wegbricht, dann ist das für solch einen Verein nicht unproblematisch“, erläutert Sasse. „Wir waren not amused“, fügt er hinzu. Dass mit dem Ehepaar Rohe gleich zwei Vorstandspositionen aus einer Familie heraus besetzt worden seien, habe nicht zu Kritik geführt, unterstreicht Sasse, der zudem betont, „dass ich mich zu den Rücktrittsgründen der Rohes nicht äußern werde“. Unterdessen habe es allerdings eine Mitgliederversammlung des GHV gegeben. Er selbst, verriet Sasse, sei dabei zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. „Und die frühere Schatzmeisterin Melanie Behrens war sofort bereit, in dieser Konstellation wieder ihre alte Aufgabe zu übernehmen.“ Zum vierköpfigen HGV-Vorstand gehören noch der stellvertretende Vorsitzende Mark Hantelmann sowie der Geschäftsführer Jürgen Hederich.

Margarete Kind, Kassenwartin des Forums Neuenrade, bilanzierte dann für den Berichtszeitraum ein Finanzplus für den Neuenrader Kulturverein, obwohl zeitgleich der neue, zweite Babywald-Standort neu angelegt worden sei.

Kind übernahm es auch beim folgenden Tagesordnungspunkt „Berichte aus den Abteilungen“ für diejenigen Forumsgliederungen zu sprechen, deren Abteilungsleiter nicht anwesend sein konnten. Dabei berichtete sie zunächst im Namen von Andrea Ziemann über die Abteilung Musik und Tanz: Nach dem Erfolg mit dem Walking Act „Modern Walking“ beim jüngsten Picknick im Park plane Ziemann auch für das Picknick im Sommer 2023 Live-Musik. Für den früheren Bürgermeister Klaus Peter Sasse, der der Abteilung Projekte vorsteht, teilte Kind mit, dass es am 11. September ein Akkordeon-Konzert von Siegfried Lehmann auf dem Neuenrader Weinberg geben soll – im Rahmen der Offenen Gärten im Ruhrbogen. Auch weitere Lesungen und Konzerte auf der Küntroper Motte befänden sich in der Vorbereitung.

Im Namen der Abteilung Städtisches Kulturangebot freute sich Josef Brockhagen darüber, „dass für die kommende Saison bereits mehr als 250 Abonnements verkauft werden konnten“. Der Kaisergarten sei also jetzt bereits bei jeder Veranstaltung „zur Hälfte voll“, ergänzte Jan Riecke, der – nach dem Ausscheiden von Monika Arens – in der Stadtverwaltung für das städtische Kulturangebot zuständig sein wird.

Für die Abteilung Stadtverschönerung ging Brockhagen in Folge noch einmal auf den Babywald ein: „Bei der ersten Anpflanzung wurden 49 Bäume oberhalb des Hexentanzplatzes am Waldstadion gepflanzt. Für den nächsten Pflanztermin am ersten Novembersonntag haben wir bereits 39 Anmeldungen.

Für die Abteilungen Kinderkunstwerkstatt (Kiku) sowie Bildende Kunst sprach Irmhild Hartstein. Zur Kiku sagte sie: „Die Corona-Pandemie hat uns nichts ausgemacht. Alle Kurse waren und sind weiterhin immer ausgebucht.“ Für die Abteilung Bildende Kunst kündigte sie eine Ausstellung von Volker Zacharias in der Stadtgalerie an: „Der in München lebende Künstler stammt gebürtig aus Werdohl“, verriet sie. Abschließend kündigte sie an, „dass wir beim Kunstfenster an der Ersten Straße ab 2023 nicht mehr monatlich wechselnde Ausstellungen anbieten werden, sondern nur noch alle zwei, drei Monate neue“.

Die Abteilung Literatur und Kleinkunst – geleitet von Elke Dickehage-Wette – hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, eine Veranstaltungsreihe initiieren zu wollen, in deren Rahmen Künstler in der Neuenrader Gastronomie auftreten. Aufgrund der Covid19-Pandemie war es bisher nicht zu einer Umsetzung dieser Idee gekommen. Dickehage-Wette bekräftigte nun, „die Reihe Thekenkultur im Spätherbst oder im frühen Winter 2022“ zu starten.

Für den abwesenden Ex-Bürgermeister Sasse berichtete schließlich noch Rolf Dieter Kohl vom Team des Stadtmuseums für den GHV: „Die Ausstellung über das Neuenrader Gesundheitswesen im Rathaus kam sehr gut an“, freute er sich. Zugleich kündigte er eine Ausstellung über frühere Neuenrader Gasthäuser an. Für die Abteilung Jugendforum, deren Vorsitzender Wolfgang Schulte ist, wurde kein Bericht abgegeben.

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