Rosa Sofa steht bald in der Villa

+
Ludger Heitmann mit Peter Neururer auf dem Rosa Sofa im Kulturschuppen. ▪

NEUENRADE ▪ Das sechsköpfige Kulturschuppenteam wird zum Kulturvillateam. Veranstaltungen der Kategorie Theater und Kleinkunst, zu der auch die in der Vergangenheit recht erfolgreiche Reihe „Rosa Sofa“ gehört, werden künftig in der Villa am Wall stattfinden. Bürgermeister Klaus Peter Sasse wird dabei am 6. November um 19.30 Uhr als nächster Kandidat auf dem plüschigen Sofa Platz nehmen.

Dass derartige Termine nun nicht mehr im Kulturschuppen stattfinden, hat eher pragmatische Gründe. Ludger Heitmann, seines Zeichens Abteilungsleiter Kleinkunst im Neuenrader Kunstverein forumneuenrade, sagte auf Nachfrage: „Ziel war, den Kulturschuppen in Neuenrade bekannt zu machen. Da können wir jetzt nichts mehr tun“. Der Kulturschuppen sei nun mehr als bekannt und so sei man – eben weil man inzwischen im Kulturschuppen kaum Termine bekomme – auf die Idee gekommen, in die Villa auszuweichen.

Doch das allein sei nicht der Grund. Man habe zum Teil als ehrenamtliches Team sehr viel Zeit und Arbeit investieren müssen – insbesondere bei Organisation und Nachbearbeitung der Reihe Rosa Sofa sei es schwierig geworden. Zuletzt bei der Veranstaltung mit Peter Neururer („Wir hatten volles Haus“) habe man alles putzen, habe für das Getränke-Catering sorgen müssen. Das könne man als ehrenamtliches Team nicht leisten. Und viel Arbeit könne man nun durch die Auslagerung in die Villa am Wall sparen. Dort werde die Getränkeversorgung dann auch vom Kaisergarten übernommen.

Das Team um Ludger Heitmann fühlt sich natürlich auch einem Prinzip verpflichtet: „Kultur soll für jedermann erschwinglich bleiben“, sagte Heitmann auf Nachfrage. So sorge man auf andere Weise für die Finanzierung der diversen Veranstaltung. Man habe viele Klinken geputzt und die eine oder andere Zuwendung gebe es auch. So habe das Schuppenteam unter anderem von Spenden beim Whiskey-Tasting profitiert. Zudem: „Wenn wir 100 oder 200 Euro draufzahlen, dann gehen wir auch nicht bankrott.“ Aber: Erschwingliche Kulturveranstaltungen anzubieten, bedeute nicht, diese Leistung einfach billig herzugeben. Das funktioniere nicht. „Bei drei Euro Eintritt denken viele – das kann nichts taugen“.

Wer den Bürgermeister am 6. November auf dem Rosa Sofa in der Villa am Wall sehen will, sollte sich wegen des begrenzten Kontingentes unter der Rufnummer 0 23 92 / 64 95 99 einen Platz reservieren. ▪ Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare