Kulturschuppen: Hüttengaudi kommt gut an

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Das Publikum rückte eng zusammen und feierte begeistert den ersten Hüttenabend.

NEUENRADE ▪ „Wir sind überausverkauft“, stellte Monika Arens vom Kulturamt angesichts der zahlreichen Besucher beim ersten Ladinischen Hüttenabend überwältigt fest. Mehr als 100 Besucher rückten am Sonntag im Kulturschuppen eng zusammen, um gemeinsam einen Abend bei südtiroler Musik und Speisen zu erleben.

Nicht nur wie angekündigt vier, sondern zehn Musiker aus Ladinien in den italienischen Alpen waren in die Hönnestadt gekommen und sorgten dort für sehr gute Stimmung beim Publikum. Neben Liedern im ladinischen Dialekt sangen sie auch in Deutsch und Italienisch. Aufstiege zum Gipfelkreuz oder Traditionen wurden thematisiert. Heiteren Anklang fand besonders die Tradition, bei der an Ostern junge Männer alle jungen Frauen nach Eiern fragen. Wenn die Frau nett sei, gebe sie jedem zwei Eier – nur der Auserwählte bekomme sechs.

Gitarre und Zieharmonika

Auch der Alltag in den Bergen wurde besungen. Das Stück „Le Baur“ beschrieb die Standfestigkeit, aber auch die große Sturheit eines Bergbauern. Instrumentalstücke mit Gitarre und steirischer Ziehamonika kamen ebenfalls gut an.

Urige Atmosphäre geschaffen

Neben mitreißender Musik und uriger Dekoration sorgten Speisen, welche die Sänger aus Tirol mitgebracht hatten, für das Wohl der Gäste. Neben Schüttelbrot gab es eine Brettljause. Diese besteht aus Kaminwurzen, welche bei uns als Mettwürstchen bekannt sind, und Beilagen wie Käse und Gurken. In Trachten gekleidet, kümmerten sich zwölf Mitglieder des Fördervereins der TuS-Fußballjugend um die Bewirtung. Ihnen fließt der Erlös aus dem Getränkeverkauf zu.

Vor Begeisterung gleich zwei Reisen verlost

Auch den Musikern aus Südtirol gefiel der Hüttenabend in Neuenrade richtig gut. Vor Begeisterung spendierten sie für die Verlosung nicht nur eine, sondern gleich zwei einwöchige Reisen nach Ladinien. „Wenn sich die Sänger nochmal anbieten, werden wir so einen Abend erneut veranstalten“, kündigte Monika Arens bereits an. ▪ Romina Mester

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