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Kulturgenuss und Currywurst

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Von: Peter von der Beck

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Der Kulturbeauftragte Jan Riecke und Bereichsleiterin Ira Valsamidou werben für die musikalische Komödie „Die Currywurst-Queen“. Im Hintergrund Neuenrades Kultur-Tempel Kaisergarten.
Der Kulturbeauftragte Jan Riecke und Bereichsleiterin Ira Valsamidou werben für die musikalische Komödie „Die Currywurst-Queen“. Im Hintergrund Neuenrades Kultur-Tempel Kaisergarten. © von der Beck

Trotz steigender Kosten soll am Kulturbudget wohl nicht gedreht werden. Deshalb können sich die Neuenrader Kulturfreunde weiter an solchen Stücken erfreuen. Amüsantes wird zum Auftakt der zweiten Hälfte der Kultursaison geboten. Mit der Currywurst-Queen können sich Theaterfreunde etwas gönnen. Angelehnt an Molière wird ein Stück mit bewegenden Weisheiten, garniert mit Sprüchen, irren Typen und Schlagermusik präsentiert. Und im Kaisergarten gibt es natürlich Currywurst.

Neuenrade – Auch in Zeiten steigender Kosten und Sparappellen wurde und wird am Kulturbudget der Stadt wohl nicht geschraubt. Zumindest wenn es nach den Vorstellungen der Kulturfraktion im Rathaus geht. Das zumindest lässt sich im Gespräch mit Bereichsleiterin Ira Valsamidou und dem Kulturbeauftragten Jan Riecke heraushören. Vor dem Hintergrund der anstehenden Planungen für einzelne Veranstaltungen der neuen Kultursaison hieß es: „Vorbehaltlich der Zustimmung der Ratsmitglieder wird am Budget nichts gekürzt.“

Komödie ist an Molière angelehnt

So werden sicher auch liebevoll gestaltete Stücke wie „Die Currywurst-Queen“ oder aufwendige Stücke jenseits des Einzelbudgets weiterhin präsentiert. Am Samstag, 14. Januar können sich Freunde des Schlagers, Liebhaber von Molière und Freunde der Currywurstbudenszene gleichermaßen ein schönes Stück gönnen. „Die Currywurst-Queen“ ist an Molière angelehnt. Der Franzose hat – geboren vor 400 Jahren – zeitlose Stücke geschrieben und die Theaterwelt geprägt, noch heute werden seine Stücke gespielt.

Verändert Geld den Menschen?

„Die Currywurst-Queen“ soll an sein Stück „Der Bürger als Edelmann“ angelehnt sein. Wurstbudenbetreiberin Dörte ist Anlaufstelle für Menschen, die hier Kummer und Sorgen loswerden können und auch eine Currywurst bekommen können. Doch dann findet Dörte einen Million Euro und sie verändert sich, strebt nach Höherem und startet eine steile Karriere. Doch sie fällt tief und begegnet wieder all jenen Menschen, denen sie früher ihr Ohr geliehen hat. Es ist ein Stück über Menschen und „bewegenden Weisheiten“, garniert mit vielen herben Sprüchen, irren Typen und amüsanten Dialogen, schreibt ein Rezensent. Diese Komödie von Susanne Dassel und Werner Hardmann, wird vom Tournée-Theater der Landesbühne Rheinland-Pfalz aufgeführt. Der Kaisergarten begleitet das ganze kulinarisch: „Es gibt abends natürlich Currywurst im Kaisergarten,“ sagt Ira Valsamidou.

Mini-Abo noch möglich

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich auch das Mini-Kulturabo gönnen und nicht nur die Currywurst-Queen, sondern auch das nächste Stück „Brauchen Sie ne Quittung?“ (mit Ingolf Lück) oder eben die fantastische Musical-Gala „Musicals in concert“ anschauen. Ein halbes Abo gibts dafür kurzfristig an der Bürgerrezeption zu 35 Euro oder ermäßigt zu 22,50 Euro.

Tüfteln an der neuen Kultursaison

Am Programm der kommenden Kultursaison wird schon getüftelt. Unter anderem hat man eine Hommage an Udo Jürgens im Visier. Darüber hinaus gibt es viele Ideen im Neuenrader Kulturressort. Doch da ist die Angst vor Misserfolg und die Tatsache, dass es außerhalb des Budgets finanziert werden muss.

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Die Currywurst-Queen, eine Komödie von Susanne Dassel und Werner Hardmann, angelehnt an Molière, wird am Samstag, 14. Januar im Kaisergarten aufgeführt. Die Hauptrolle hat Katrin Höft. © Benjamin Westhoff

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