Kultur pur im Herzen von Neuenrade

Die Damen und Herren im Hintergrund initiieren Kultur pur in Neuenrade.

NEUENRADE ▪ Der Kulturverein forumneuenrade e.v. und der Verkehrsverein Neuenrade e.V. wollen neue Kulturimpulse in der Hönnestadt setzen. Sie wollen das urbane Leben bereichern

Der Kulturverein forumneuenrade e.v. hat eine internationale Künstlergruppe eingeladen, die ein Freiluft-Symposium an der Villa am Wall initiieren und damit auch den ersten Impuls setzen wird. Vom 30. August bis zum 3. September 2011 werden fünf Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland, Aserbaidschan, Schottland, Kolumbien und Peru ihre Kunstwerke öffentlich erschaffen und in einer Abschlussausstellung dem Publikum präsentieren. Dabei dürfen (nicht nur) die Neuenrader den Künstlern über die Schulter schauen. Gestern präsentierten Irmhild Hartstein und Monika Arens vom forumneuenrade und Dierk Rademacher sowie Heiner Jerabeck vom Verkehrsverein das Konzept.

Irmhild Hartstein erläutert die Hintergründe und die Motive. Sie ist davon überzeugt, dass Kunst und Kultur Wirkung zeigen und auch Neuenrade gut tun. „Mit der Zeit haben die Wirkungsmöglichkeiten der Kunst den urbanen Raum verändert, auch die Stadt Neuenrade hat im Laufe der Zeit an Urbanität, definiert mit städtischen Lebensqualität, gewonnen. Unter anderem mit attraktiven Sport- u. Freizeitangeboten, mit traditionellen Festlichkeiten, mit Möglichkeiten, die Natur zu durchwandern und zu erkunden und mit einem vielfältigen kulturellen Angebot. Das soll im Spätsommer 2011 durch eine avantgardistische Veranstaltung mitten in Neuenrade im Garten der Kulturvilla bereichert werden“.

Das Symposium bringe im schöpferischen Akt unterschiedliche Gestaltungsprozesse praktisch „auf die Straße“, es mische öffentliche und private Kunst- und Lebensräume, mit anderen Worten, so Hartstein: Wir lassen „Kultur stattfinden“.

Offenes Atelier an der Villa am Wall

Das Symposium schaffe einen Ort der Begegnung, eine Art offenes Atelier , in dem die Menschen Kunst entstehen sehen, begreifen und auch hinterfragen können. Hartstein: „Keine Angst vor Kunst“ - interessierte Bürgerinnen und Bürger können täglich ab 14 Uhr mit den vor Ort tätigen Künstlern ins Gespräch kommen und einen Blick auf die geschaffenen Kreationen werfen.

Am Samstag, 3. September, findet dann eine Ausstellungseröffnung mit den hier entstandenen und weiteren Werken der Künstler statt.

Für einen weiteren Kulturimpuls sorgt der Verkehrsverein Neuenrade e.V, der zum Abschluss der kreativen Woche in unmittelbarer Nähe der Villa dann die Eulengasse aufleben lässt. Mit „Kunst & Klön in der Gasse“ wird ein breites Spektrum der Kunst der Öffentlichkeit präsentiert.

Hier sollen sich Familie, Freunde und Bürger treffen, um Live-Kunst, Mitmach-Aktionen, Musik und Kulinarisches zu erleben und zu genießen. Dierk Rademacher und Co. ist es dabei wichtig, eine besondere kulturelle Atmosphäre zu erschaffen, ein Happening gar. „Kunst & Klön“ sei dabei eine nicht ganz unbekannte Bezeichnung für eine erfolgreiche Kunstveranstaltung, die manchem Neuenrader noch in sehr positiver Erinnerung sein dürfte, erläuterte Irmhild Hartstein, die dabei Bezug auf eine Kunstveranstaltung bei Wiesemann nimmt.

Die Veranstalter bringen „Kultur pur mitten in Neuenrade“ auf den Weg, um der Neuenrader Bevölkerung und natürlich Gästen von außerhalb nicht nur die Kunst näher zu bringen, sondern auch neue Stätten für lockere unkonventionelle Kommunikation zu schaffen. Hartstein und Co hoffen darauf, dass sich diese Veranstaltungswoche etabliert. Und hoffen auf eine Wiederholung.

Die Zustimmung zur Idee, die ursprünglich vom Bürgermeister stamme, war schnell vorhanden, einmal traf man sich, um Details auszuarbeiten, danach funktionierte das Netzwerk.

Für die Vermittlung der Künstler hatte Thomas Ohm gesorgt, der über seine Verbindung zu einer Berliner Künstlergruppe (VBK) Kontakte knüpfte. Jetzt kommen die in Peru geborene Malerin Mirtha Monge aus Valley; die in Kolumbien geborene und nun in München lebend Raquel Hofer, die Plastisches aus Natur- und Papiermaterial erschafft; der bildnerische Künstler Thomas Ohm aus Selm. Mit dabei ist auch der Schotte Sandy Cheyne, freischaffender Künstler, der Kunst über urbane Artefakte/Objekte geschaffen hat.

Dr. h.c. Ebrahim Ehrari ist der fünfte im Bunde. Er stammt aus Aserbaidschan, war Dozent an der Theheraner Uni, lebt seit Mitte der 70er Jahre in Berlin. Er ist Grafiker, Maler und befasst sich mit digitaler Kunst. ▪ vdB

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