Küntroperin Kerstin Kerler ist in Tokio wohlauf

Kerstin Kerler.

NEUENRADE ▪ Das Katastrophenszenario in Japan bewegt und erschüttert die Menschen. Die Küntroper sind in besonderer Weise berührt, denn ein Mädchen aus ihren Reihen hält sich in Tokio auf und alle machen sich Sorgen.

Am Sonntag wurde auch für ihr Wohlergehen gebetet, erzählte eine Nachbarin. Gottlob – Kerstin Kerler ist wohlauf und die Familie hat Kontakt zu ihrer Tochter via E-Mail. „Es geht ihr gut“, berichtet ihre Mutter gestern auf Anfrage.

Und zitiert aus der aktuellen elektronischen Post der Tochter. Demnach scheint das Leben in der Millionenmetropole einigermaßen ruhig abzulaufen. Niemand sei dort in Panik. Es seien allerdings weniger Menschen unterwegs und teilweise werde der Strom abgeschaltet. Auch gebe es noch ausreichend zu essen und zu trinken. Und wenn die Situation schlechter werde, würde sich ihre Tochter in Richtung Süden aufmachen. Doch die Mutter kann ihre Sorgen nicht ganz verbergen. Die drohende Atomkatastrophe bereitet ihr Unbehagen.Auf der Facebook-Seite von Kerstin Kerler gibt ein Dialog mit den Freunden einen kleinen Eindruck von den Geschehnissen in Japan wieder. So wird es der Kerstin „schlecht durch das Geschaukel der Nachbeben“ und andere Freunde von Kerstin, die sich ebenfalls in Japan aufhalten, melden sich zu Wort, tauschen sich aus und schildern ihre Impressionen. Eine junge Frau bleibt ständig wach und hat „voll Schiss“. Kerstin Kerler bleibt offenbar die Ruhe selbst und schreibt. „Das Wackeln ist schon nervig, ne ...aber keine Panik“.Kerstin Kerler, 23 Jahre alt, hält sich in dem berühmten Bezirk Shinjuku der Metropole Tokio auf. Hier ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum des Landes, hier gibt es gewaltige Wolkenkratzer, hier ist der Bahnhof mit dem größten Passagieraufkommen der Welt.

Kerstin Kerler befindet sich in Tokio, weil sie an dem Projekt Work and Travel teilnimmt. Bei dieser speziellen Art des Reisens für junge Leute verdient man sich „durch die Arbeit vor Ort das Geld für den Aufenthalt und nimmt auch am täglichen Leben der Menschen teil, erfährt ihre Kultur unmittelbar und erlernt die japanische Sprache schnell.Kerler jedenfalls beherrsche Japanisch in Wort und Schrift und habe den Wunsch, bei einer deutschen Firma in Japan vielleicht als Übersetzerin eine Arbeit zu bekommen, berichtet ihre Mutter.

Kerstin Kerler – so ist sie auf ihrer öffentlichen Facebook-Seite zu sehen. ▪ Peter von der Beck

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