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Küntroper Schützen wechseln die Festmusik

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Von: Michael Koll

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Von einem Plus in der Vereinskasse berichtete der Vorsitzende Christian Stein, aber auch davon, dass die Bruderschaft dieses Geld möglicherweise noch benötige.
Von einem Plus in der Vereinskasse berichtete der Vorsitzende Christian Stein, aber auch davon, dass die Bruderschaft dieses Geld möglicherweise noch benötige. © Michael Koll

Mit einem eindeutigen Mehrheitsvotum (drei Enthaltungen, keine Gegenstimme) sprachen sich die Küntroper St.-Sebastian-Schützen am Samstag während des zweiten Teils ihrer Jahreshauptversammlung für den Musikverein Affeln aus. Dazu gab es ein vorerst beruhigendes Kassenplus. Außerdem ist eine Verschönerung der Schützenhalle geplant.

Küntrop ‒ Das waren die Ergebnisse einer knapp einstündigen Versammlung, die von der Neuenrader Verwaltung nur mit der Auflage genehmigt worden war, dass „nur das Nötigste“ besprochen werde, wie Vorsitzender Christian Stein berichtete.

Zunächst aber gedachte der Vereinsvorsitzende eines Schützen-Urgesteins. „Am 18. Juli und damit nur wenige Wochen nach dem ersten Teil unserer Jahreshauptversammlung verstarb Klemens Stracke“, bedauerte der vormalige Schützenkönig. Dann erinnerte er daran, dass Stracke nicht nur 78 Jahre lang Vereinsmitglied gewesen sei. Er habe ab 1956 auch ein Vierteljahrhundert aktiv im Vorstand mitgearbeitet und sei überdies von 1973 bis 1981 Vorsitzender der Küntroper Schützen gewesen. 1982 wurde er St.-Sebastian-Ehrenvorsitzender. Nach einer Gedenkminute lenkte Stein auf die eigentliche Tagesordnung.

Notwendig geworden war diese Fortsetzung der Jahreshauptversammlung, da die Schützen nicht nur ihren Kassierer, sondern auch den Steuerberater gewechselt hatten. So lag zur eigentlichen Mitgliederversammlung im Juni noch kein Kassenbericht für 2020 vor. Dieser wurde jetzt nachgeholt. Stein selbst verlas ihn.

Wir haben zwar ein Plus erwirtschaftet“, teilte er den gut 30 Anwesenden mit, „doch wir werden dieses Polster noch brauchen.“ Er fügte hinzu: „Wir wissen ja nicht, wie lange die Pandemie noch dauert.“ So sei die stets im Frühjahr in der Küntroper Schützenhalle stattfindende Veranstaltung „Mein Dorf tanzt“ für 2022 bereits abgesagt worden. Eine Ersatzveranstaltung im Oktober sei denkbar, wenn Corona bis dahin im Griff sei.

Perfekt zum Tanzen geeignet ist der Hallenboden indes bereits jetzt. Statt bisher grün, erstrahlt er nun „in einem Lichtgrau“, wie Vereinsvorsitzender Stein es formulierte. Löcher im Hallenboden seien mit Kunstharz aufgefüllt worden. Nun überlege der Vorstand, zudem noch die Frontseite der Bühne sowie deren Aufgänge links und rechts in einem dazu passenden, etwas dunkleren Grau zu streichen. So sei mit wenig Arbeit und kleinerem finanziellen Aufwand eine Aufwertung und effektive Modernisierung der Hallenoptik zu erreichen.

Dann ging Stein auf das kommende Schützenfest ein: „Wir gehen davon aus, dass wir feiern dürfen. Und die Planungen gehen auch klar in diese Richtung“, bekräftigte er. Zuletzt hatte zwei Jahre lang die Festmusik aus Endorf in Küntrop aufgespielt. „Wir hatten sie auch für unser Schützenfest 2020 gebucht, welches dann ja ausgefallen ist.“

Nun liege allerdings ein Angebot des Musikvereins Affeln vor. „Sie haben sich bei uns beworben, da sie ja ohnehin schon mit ihrer Tanzmusik bei uns präsent sind“, erklärte Stein. Weiter führte er aus: „Affeln hat nur noch die Kapazität für ein weiteres Schützenfest, aber wohl auch noch Anfragen drei anderer Vereine.“

Die Frage sei also: Lassen die Küntroper Schützen Endorf das entgangene Fest nachholen, oder binden sie den MV Affeln langfristig an sich? Ob Affeln 2023 noch „Luft“ habe, um bei den St.-Sebastian-Schützen einzusteigen, sei mindestens fraglich. Die folgende Abstimmung der Schützen war deutlich: Der Musikverein Affeln soll ab sofort das Küntroper Schützenfest komplett musikalisch gestalten.

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