Ausbildung für Hund und Herrchen

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Streicheleinheiten tun gut – und sind Belohnung. Das ist diesem Hund deutlich anzusehen.

Küntrop -  Seinem treuen Vierbeiner einfach nur Sitz, Platz oder Fuß zu sagen und dann zu glauben, alles würde von selbst funktionieren, klappt in den wenigsten Fällen. Eine gute Ausbildung, nicht nur des Hundes, sondern auch des Hundeführers, ist eine Grundvoraussetzungen, wenn Bello und sein Herrchen gemeinsam glücklich werden wollen. Deshalb steht am Anfang einer fundierten Ausbildung die Unterordnung und die Schulung des Gehorsams.

Von Markus Jentzsch

Auch wenn der Name des Schäferhundevereins Neuenrade-Küntrop suggeriert, dass es sich um einen „reinrassigen“ Klub handelt, ist die Ortsgruppe offen für alle Hundehalter – egal mit welcher Rasse der Halter am regelmäßigen Trainingsbetrieb teilnehmen möchte. Das betonen die Vorstandsmitglieder Klaus Beeck (2. Vorsitzender) und Melanie Müller, und wollen auf diesem Weg Werbung für ihren Verein machen. Während sie erklären, aus welchen Terminen sich das Programm der Ortsgruppe zusammensetzt, betritt eine bunt gemischte Übungsgruppe das Gelände, das man über die Straße „Zum Erlhof“ im Küntroper Industriegebiet erreicht. „Wir nennen sie die Jedermann-Gruppe“, informieren die beiden engagierten Tierfreunde. Mit Leckerchen, Streicheleinheiten oder einem liebevollen Blick werden die Hunde belohnt, wenn sie die Aufgaben gemeistert haben, die Ausbildungswartin Kerstin Berger ihren Herrchen gestellt hat. Und auch die bekommen ein Lob, wenn Fachfrau Kerstin Berger zufrieden ist. „Wir kommen jeden Sonntag vorbei. Das macht richtig Spaß in der Gruppe zu arbeiten. Und man sieht den Erfolg – von Woche zu Woche“, gibt eine Teilnehmerin ihre Eindrücke vom Training wieder.

„Wer Interesse hat, kann sonntags ab 11 Uhr einfach mal vorbeischauen. Die erste Übungsstunde ist zum Reinschnuppern und kostet nichts. Wir bieten auch Zehner-Karten an. Dann kostet jede Stunde nur fünf Euro“, wirbt Melanie Müller und weiß aus ihrer Erfahrung, wie wichtig ein gutes Training ist. „Für einen Halter ist es entscheidend, dass er weiß, wie sein Hund in den unterschiedlichsten Situationen reagiert. Andere Menschen anzuspringen ist ein ‘No Go’, beim Gassi gehen sollte der Vierbeiner an anderen Hunden oder Passanten ohne Reaktion vorbeigehen können“, gibt Peter Thomas ein paar Beispiele aus der Praxis. Und die wird auf der Wiese nebenan geübt. Die Halter begrüßen sich, gehen aneinander vorbei, müssen Herausforderungen meistern, ohne dass der Hund die Aufmerksamkeit verliert. „Anfangs hatte ich keine Chance“, sagt die Besitzerin eines extrem aktiven Border Collie, der viel lieber mit den anderen spielt als den Anweisungen von „Frauchen“ zu folgen. Mittlerweile, ein paar Wochen sind seit dem Einstieg ins Jedermann-Training vergangen, funktioniert das schon deutlich besser. Übung macht den Meister, das ist auch auf die Hundeerziehung übertragbar.

Wer im Internet nach dem Schäferhunderverein Neuenrade-Küntrop sucht oder gleich die Adresse sv-og-neuenrade.jimdo.com eingibt, findet alle nötigen Information. „Und wie gesagt, Hereinschnuppern kostet nichts“, laden die Verantwortlichen jeden interessierten Hundebesitzer zu einem Besuch auf der Anlage ein. Reinrassig oder Promenaden-Mischung, klein oder groß, ruhig oder überaktiv – die Ausbilder des Schäferhundervereins freuen sich auf „neue Gesichter“.

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