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Künstlerhaus im MK: Versteigerung verschoben

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Von: Thomas Krumm

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Das Künstlerhaus zwischen Altenaffeln und dem Diekental soll am Amtsgericht erneut zur Versteigerung angeboten werden, wenn das neue Gutachten vorliegt.
Das Künstlerhaus zwischen Altenaffeln und dem Diekental soll am Amtsgericht erneut zur Versteigerung angeboten werden, wenn das neue Gutachten vorliegt. © von der Beck, Peter

Die Versteigerung des Künstlerhauses in Altenaffeln an der Affelner Straße im Amtsgericht Altena ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

An dem Objekt sei nach Auskunft des Schuldners im Juli ein Wasserschaden eingetreten, teilte Bernhard Kuchler, Pressesprecher des Landgerichts Hagen und der dazugehörigen Amtsgerichte, auf Anfrage der Redaktion mit.

Vor einem neuen Versteigerungstermin müsse erst der Verkehrswert neu bestimmt werden. „Ein neuer Termin soll nach Vorliegen eines neuen Verkehrswertgutachtens aber anberaumt werden“, so Kuchler. Auch über „Befangenheitsanträge“ sei noch zu entscheiden.

Zuschlag war nur unter Vorbehalt erteilt worden

Schon bisher hat sich die Versteigerung des Künstlerhauses als ein Hindernislauf erwiesen: Im Juni 2020 erteilte die zuständige Rechtspflegerin den Zuschlag an ein auswärtiges Ehepaar nur unter Vorbehalt. 300 000 Euro hatten die Bieter für das Objekt auf den Tisch legen wollen.

Der Künstler Dieter W. Meding, Eigentümer der Immobilie, legte beim Landgericht Hagen jedoch erfolgreich Rechtsbeschwerde gegen den nur unter Vorbehalt erfolgten Zuschlag ein. Rund 16 Monate nach der nicht rechtsgültigen Zwangsversteigerung sollte die Immobilie nun erneut unter den Hammer kommen. Doch der tagelange Sommerregen hatte auch die Wellingse über die Ufer treten lassen. Der Bach, der früher das Sägewerk unter dem Künstlerhaus, das eigentlich eine alte Mühle ist, mit Wasserkraft antrieb, fließt direkt unter dem Gebäude.

Wasserrechte werden mit angeboten

Bei der Versteigerung werden deshalb auch die damit verbundenen Wasserrechte angeboten. Ein vorhandener Fallschacht könnte sogar eine Turbine zur Stromerzeugung aufnehmen.

Das Objekt mit einer Wohn- und Nutzungsfläche von 623 Quadratmetern ist eine ideale Adresse für einen Künstler, der Atelier und Ausstellungsflächen braucht und gleichzeitig vor Ort leben möchte. Dieter W. Meding hat seit Ende der 1990er-Jahre auch das 5300 Quadratmeter große Gartengrundstück umgestaltet und mit Kunstwerken gefüllt. Allein das „Wohnzimmer“, das er für die Präsentation seiner Kunstwerke genutzt hat, ist 180 Quadratmeter groß. Daneben ist Platz für ein riesiges Atelier, eine Bibliothek und zwei Wohnungen von 60 und 130 Quadratmetern.

Ungewissheit über neuen Termin

Wann das Künstlerhaus in Altenaffeln erneut auf der Liste der zu versteigernden Objekte des Amtsgerichts Altena auftauchen wird, hängt von der Fertigstellung des ergänzenden Gutachtens ab. Wann dieses vorliegen wird, konnte Kuchler noch nicht sagen.

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