FWG kritisiert Kultur-Abo-Preise der Stadt

NEUENRADE ▪ Der Neuenrader Kulturausschuss beriet am Montagabend über den Haushalt, abgesehen von zwei kleinen Änderungen, die Stadtkämmerer Gerhard Schumacher vorschlug, erklärten sich die Ausschussmitglieder mit dem Haushalt einverstanden. Eine Änderung soll es aufgrund des 700-jährigen Jubiläums von Altenaffeln geben. Ortsvorsteher Andreas Wiesemann bat bereits um frühere Auszahlungen, um besser planen zu können. Im Haushaltsplan war der Betrag erst im Jubiläumsjahr 2013 vorgesehen. „Ich schlage vor, den Betrag zu splitten, sodass die Vorbereitungen beginnen können“, so Schumacher.

Im Ausschuss wurde zudem der aktuelle Bericht über die Stadtbücherei gehalten. Leiterin Gabriele Bothe informierte die Mitglieder über den derzeitigen Bestand und die Entwicklung der Bücherei. Insgesamt stehen 19 251 Medien zur Ausleihe bereit. „Der absolute Renner sind die Nintendo-DS-Spiele. Dabei haben wir nur Lernspiele im Programm“, freute sich Bothe. Insgesamt stehen seit August 21 Spiele zur Verfügung, bis jetzt wurden sie bereits 70 Mal ausgeliehen. Rückläufig sei das Interesse an Sachbüchern. „Da ist einfach das Internet gefragter als Bücher. Was aber gut geht sind Ratgeber zu Gärten, Kochbücher und Einrichtungstipps“, erklärte Bothe den Trend. Auch zukünftig soll der Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendbüchern liegen. „Auf Grund der Nähe zur Schule werden wir auch weiterhin vermehrt Lern- und Schulmedien anschaffen“, erläuterte sie dem Ausschuss. Insgesamt sei die Zahl der Ausleihen weiterhin leicht rückläufig, dies sei aber auch wetterbedingt, so habe es beispielsweise im Dezember 2010 500 Ausleihen weniger als im Vorjahresmonat gegeben.

Unter dem Punkt Verschiedenes meldete sich Volker Stein (FWG) zu Wort: „Wir sollten über den Abo-Preis nachdenken.“ So würde die einzelne Veranstaltung den Abonenten weniger als ein Kinobesuch kosten. „Wir sind in einem Nothaushalt, da können wir es uns nicht leisten, hier zuzuschießen nur um das Abo zu finanzieren“, kritisierte er. Bürgermeister Klaus Peter Sasse bat jedoch zu bedenken, welche Zielgruppe das Abo anspreche. Oftmals seien es Kulturinteressierte, die nicht mobil seien. „Daher ist das Abo auch Stadtmarketing, wir wollen unseren Bürgern ein attraktives Angebot vor Ort bieten“, so Sasse. Da das neue Abo bereits in Arbeit ist, beschlossen die Kulturausschussmitglieder sich mit dieser Frage zu einem späteren Zeitpunkt zu beschäftigen. ▪ lm

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