Intensiv gereinigt

Neuenrader Kriegerdenkmal erstrahlt in neuem Glanz

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Antonius Wiesemann, Dr. Rolf Dieter Kohl und Klaus Peter Sasse (von links) vor dem frisch gereinigten Ehrenmal.

Neuenrade - Verschmutzt und verwittert war das Kriegerdenkmal im Neuenrader Stadtpark bis vor Kurzem. Frisch gereinigt, erstrahlt es jetzt in neuem Glanz.

Das Ehrenmal erinnert an die sechs Neuenrader Bürger, die im Preußisch-Österreichischen Krieg (1866) und im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) ihr Leben gelassen haben. „Diese Soldaten waren alle erst um die 20 Jahre alt“, erklärt Dr. Rolf Dieter Kohl.

Die Neuenrader Bürgerstiftung, der Kohl vorsitzt, hatte maßgeblich dafür gesorgt, dass das Denkmal wieder hergerichtet wird. In Zukunft wollen alle Beteiligten den Zustand des Ehrenmals im Auge behalten, damit es auch weiterhin ansehnlich bleibt.

Dafür möchte auch Bürgermeister Antonius Wiesemann, gleichzeitig Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung, sorgen.

Während die Bürgerstiftung für die Finanzierung der Säuberungs-Aktion sorgte, führte die eigentlichen Arbeiten eine Spezialfirma aus Koblenz durchgeführt.

Die „Zeichen der Zeit“ bleiben

Was jetzt noch zu erkennen ist, sind die „Zeichen der Zeit“, wie sie Klaus Peter Sasse nennt: Helle Flecken weisen auf Beschädigungen und frühere Ausbesserungen hin und sollen dem Denkmal mit dem Eisernen Kreuz an der Spitze erhalten bleiben.

Am Denkmal wird der gefallenen der beiden Kriege gedacht.

Ursprünglich hatte das von dem Kölner Bildhauer Fuchs geschaffene und vermutlich in den 1880er-Jahren errichtete Denkmal an der Dahler Straße im Bereich des heutigen Ärztezentrums gestanden. Später kam es zum heutigen Platz der Generationen, bevor es seinen heutigen Platz im Stadtpark einnahm.

Der Bau war damals durch eine Spenden-Aktion des Neuenrader Kriegervereins finanziert worden, dem viele ehemalige Soldaten angehörten: 285 Goldmark kostete er, die Beiträge aus der Neuenrader Bevölkerung überstiegen diese Summe sogar noch.

Sechs Neuenrader starben in den beiden Kriegen

Die Neuenrader, die 1866 im Krieg fielen und derer das Kriegerdenkmal gedenkt, waren: Wilhelm Quinke und Gustav Ackermann. 1870 und 1871 starben die Neuenrader Moses Loewenberg, Theodor Dieckehage, Adam Klein und Gerhard Berkenwirt.

Eine andere Anschrift fasst den Zweck des Denkmals zusammen: „Zum ehrenen Gedächtnis errichtet von den Kameraden und der dankbaren Vaterstadt.“

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