Immer noch geschlossen

Kostbar: So geht es nach dem Tod von Mathias Pielhau mit dem Restaurant weiter

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Gemütlich, aber modern: An der Theke der Kostbar fühlten sich die Gäste wohl. Besonders die Burger-Variationen kamen gut an.

Neuenrade – Noch immer ist das Restaurant Kostbar an der Eulengasse geschlossen. Nachdem Mathias Pielhau, der Manager des Restaurants, am 19. Dezember im Alter von 55 Jahren verstorben war, steht nun aber fest: „Es soll auf jeden Fall weitergehen.“

Das erklärte Lutz Menshen, der Eigentümer der Immobilie. Allerdings sei er noch auf der Suche nach einem neuen Pächter. Menshen sagte auf Anfrage: „Es gab bisher einige lose Gespräche. Aber noch nichts Konkretes.“ 

Ob die Kostbar im bisherigen Stil und mit einem ähnlichen gastronomischen Angebot weitergeführt werde, könne und wolle er nicht entscheiden: „Das ist die Sache des neuen Pächters. Ich bin für alles offen“, erklärte Lutz Menshen. Das gelte auch für das Hotel Kostbar, das über einige Zimmer verfügt. 

In Hamburg ein Restaurant geleitet

Der verstorbene Mathias Pielhau war ein erfahrener Gastronom. In der Hansestadt Hamburg leitete er mehr als 20 Jahre ein Restaurant, bevor er im Jahr 2018 in seine Heimat ins Sauerland zurückgekehrt war. 

Der Gastronom war auch deshalb beliebt, weil er sich immer wieder Neues einfallen ließ. Neben Burger-Variationen standen deftige, deutsche Gerichte auf der Speisekarte. Ein Burger-Lieferservice und Cocktails gehörten ebenfalls zum Konzept. 

Tine Wittler war mehrfach zu Gast

Einfallsreichtum bewies Pielhau auch mit Blick auf Veranstaltungen in der Eulengasse: Mehrfach war die deutsche Schriftstellerin, Filmproduzentin, Schauspielerin, Sängerin und Fernsehmoderatorin Tine Wittler zu Gast. Sie unterhielt die Gäste während ihrer Lesungen mit Kneipen-Poesie. Nach gut einem Jahr, im Frühjahr 2019, zog der Gastronom eine positive Bilanz: Die Küche war vergrößert, die Karte erweitert worden. 

Tine Wittler war mehrmals in der Kostbar zu Gast. Mathias Pielhau kannte sie aus seiner Zeit in Hamburg.

Bevor die Kostbar eröffnete, betrieben Klärchen und Helmut Löbbecke in dem Gebäude die Gaststätte Zur Eule. Nach seinem Start im Gasthof Im Kohl hatte das bekannte Gastronomen-Ehepaar von 1967 bis 2005 den Kaisergarten gepachtet. Nach nur 20 Tagen im Ruhetand empfingen die Löbbeckes ihre Gäste dann an der Eulengasse. Helmut Löbbecke hatte den Betrieb von Ralf Mahler übernommen, der die Gaststätte unter dem Namen Eulenpick nur einige Monate geführt hatte. Zuvor stand Sven Gerdes hinter dem Tresen des Eulenpicks, er stieg dann aber in den Partyservice seines Vaters ein.

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