Konzert mit Ukulelen, Plastikdeckeln und Streichholzschachteln

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Was eine Ukulele so alles kann, erlebten die Besucher in der Villa am Wall. Die Musiker des Quartetts Lucky Ukes hatten ein kunterbuntes Programm zusammengestellt.

Neuenrade -  „Das wird eine musikalische bunte Tüte“, versprach Frank Gerstmeier, Gründer der Lucky Ukes den Zuhörern in der Villa am Wall. Das Ukulelen-Quartett aus Dortmund bot am Sonntag im Rahmen der Veranstaltungsreihe des „forumneuenrade“ eine abwechslungsreiche und klanglich ungewöhnliche Reise durch die Musik.

Dabei war das Programm nach Herkunft und Art der Lieder unterteilt. Zunächst kündigte Gerstmeier den „englischen Block“ an. Präsentiert wurden alte irische und englische Stücke wie „Down by the salley gardens“ oder „Scarborough Fair“. Der helle Klang der Ukulelen zeichnete die Songs dabei in einem völlig neuen Licht, gar weich und zart hallte es durch den Raum. 

Das Publikum war indes sofort begeistert von dem Sound des Quartetts. Komplettiert wurde die Vorstellung durch den Percussionisten Thomas Gross, der die drei Gitarristen Frank Gerstmeier, Maik Fuhrmann und Julian Schlitzer mit einer Vielzahl von Instrumenten begleitete. So erzeugten zusammengebundene Plastikdeckel eine Mischung aus Pferdegetrappel und Wellenschlagen.

Für die Interpretation von Mozarts „Rondo alla Turca“ hatte der Dortmunder zur rhythmischen Untermalung sogar ganz besondere Streichholzschachteln dabei. „Das funktioniert nur mit einer bestimmten brasilianischen Sorte“, versicherte die Band glaubhaft. Immer wieder luden die mitreißenden Kompositionen zum Klatschen oder Mitsingen ein, wie etwa das bekannte Stück „Those were the days“. Doch die bunte Tüte der Musiker bot noch mehr. So spielte das Quartett neben deutschen Volksliedern wie „Kein schöner Land in dieser Zeit“ auch lateinamerikanisches Kontrastprogramm. Mit geübten Zungenschlägen sang Thomas Gross Bossa-Nova und Samba-Texte auf Portugiesisch. Der vierstimmige Gesang war dabei eines der ganz besonderen Highlights und verlieh den Stücken eine eigene Kraft.

Die Musiker indes fühlten sich auf der Bühne merklich wohl, der kleine Rahmen ermöglichte immer wieder die Kontaktaufnahme mit dem Publikum. Die Band ist einer der Vorreiter für Ukulelen-Musik in Deutschland und auch international gefragt. So werde man demnächst sogar in England auftreten, darüber hinaus sei ein Ukulelen-Festival in Dortmund geplant.

Natürlich durften Klänge aus Hawaii im Programm der Kombo nicht fehlen und bildeten so den Abschluss des Abends. Zunächst präsentierten sie den wohl bekanntesten Pop-Song für Ukulele, die Interpretation von „Somewhere over the Rainbow“ des Hawaiianers Israel Kamakawiwo’ole. Weitere weniger bekannte Stücke, die Maik Fuhrmann gar in der Landessprache sang, setzten einen würdigen Schlusspunkt hinter einen musikalischen Abend der besonderen Art.

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