Kontaktlos beim Bäcker zahlen

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Anna Grote, hier mit Bruder Carl links), Kai Hagen und Vater Charly Grote (rechts) demonstriert das kontaktlose Bezahlen.

Neuenrade - Es soll schneller gehen und soll zukunftsweisend sein: Die Bäckerei Grote bietet in ihren Filialen nun das kontaktlose Bezahlen an.

Wer zum Beispiel drei Brötchen bei Charly Grote kauft, hält seine Giro-Card vor das Terminal und schon wird bezahlt, das Geld vom Konto abgebucht und dem Händler-Konto gutgeschrieben. Ein Pin-Eingabe ist erst ab Beträgen über 25 Euro nötig. 

Bisher war das bei größeren Einzelhändlern in Neuenrade wie im Kaufpark oder auch im Hagebaumarkt schon länger möglich – und nun wird es bei einem Bäcker Realität. 

Schon länger mit dem Thema befasst

Schon länger habe man sich mit dem Thema befasst, erläuterte Anna Grote gestern. Die 23-Jährige studiert BWL mit der Fachrichtung Finanzwesen, und ist bei dem Filialisten für „wichtige Projekte zuständig“, wie Inhaber Charly Grote erläuterte. Dass nun die Sache mit dem kontaktlosen Bezahlen bei Grote Realität ist, liegt daran, dass die „Konditionen so sind, dass es umsetzbar wird“, erläuterte Anna Grote. Die 14 Filialen sind nun mit entsprechenden Gerätschaften ausgerüstet. Und Charly Grote glaubt, dass man sich so auch den neuen Zahlungsgewohnheiten anpasst. Was in Großstädten längst Usus sei, werde nun hier Realität. Und „im Bäckerei-Segment, da sind wir sicher Vorreiter“, sagte Grote. Die Kunden wollten das so, hätten die Recherchen ergeben. Grote Senior erläuterte, dass seine Tochter eben kaum noch Bargeld nutze und auch diesen_Service erwarte. „Sie meidet Geschäfte, wo das nicht möglich ist“. Ihr Verhalten sei stellvertretend für das vieler junger Leute. 

Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender der Vereinigte Sparkasse, strich heraus, dass das Bezahlen schneller gehe, dass der Aufwand mit der Bargeld-Verarbeitung vermindert werde. Hagen verwies auf die jahrzehntelange Partnerschaft der Sparkasse mit der Großbäckerei. Die Geschäftsstellen der Bäckerein seien nun mit Hilfe der Sparkasse mit der neuen Technik ausgestattet worden. 

Neue Geräte bis Ende 2018

Bis Ende 2018 sollen auch alle Terminals der Händler, mit denen die Sparkasse zusammenarbeite, mit den speziellen Geräten ausgestattet sein. Zum Thema Sicherheit hieß es, dass persönliche Daten nicht übertragen würden. Zudem könne das Bezahlen nur über autorisierte Terminals erfolgen. Wer nun die Karte verliere, der müsse damit leben, dass möglicherweise jemand für 25 Euro einkaufe – das hält er für ein überschaubares finanzielles Risiko. Noch haben nicht alle Kunden jene Karten, die mit stilisierten Funkwellen gekennzeichnet sind. Auch das wird sich ändern. Hagen: „Bis Herbst 2019 sind alle Karten ausgetauscht“. 

Charly Grote, brachte noch den hygienischen Aspekt ins Spiel: „Wir haben 40 000 bis 50 000 Kunden pro Woche, das ist eine enorme Anzahl von Bezahlvorgängen“. Da werde auch jede Menge Geld angepackt.

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