Kompanien Ober- und Unterstadt feiern gemeinsam

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Beeindruckend stimmstark zeigten sich Carina Tönnesmann und Domenic Troilo bei ihren Solo-Auftritten. Am Ende des Kompaniefestes standen die beiden gemeinsam auf der Bühne.

Neuenrade - Es war ein buntes Programm, zu dem sich die Kompanien Unterstadt und Oberstadt erstmals gemeinsam zu einem Festabend der Schützengesellschaft Neuenrade im großen Saal des Hotels Kaisergarten versammelten.

Die Moderation machten Tim Grendel und Jens Gaude ganz locker von ihrem Biertisch am Rande der Bühne. Die beiden plauderten über diverse Aspekte des Lebens in einem Schützenverein, gaben die eine oder andere Spitze aus dem unermüdlichen „Kampf“ der beiden Kompanien zum Besten und streiften jene Themen, die den Menschen sonst noch wichtig sind: Arbeit, Freizeit und Fußball.

König Sven Gerdes war gefragt bei dem seiner Majestät gewidmeten Gesellschaftsspiel: Zwei Akteure mussten Begriffe wie „Strapse“, „Donald Trump“ und „Gertrüdchen“ so anschaulich darstellen, dass der Kopfhörer tragende König sie erraten konnte. Das Ein-Mann-Filmteam, das jede Gesichtsregung der beiden Tippgeber auf eine große Leinwand übertrug, verlieh dem Spiel einen sehr professionellen Anstrich. Ein Augenschmaus war dabei das Dreier-Team der Assistentinnen: Zwei von ihnen stellten die Aufgaben, und eine Krankenschwester stand bereit, um den Gesundheitszustand des hoch gestressten Königs jederzeit unter Kontrolle zu haben. Glücklicherweise ging aber alles gut.

Kein Königshof ohne Musik: Es war schon bemerkenswert, wie souverän Sängerin Carina Tönnesmann Gefühle auf die Achterbahn des Lebens schickte. Domenic Troilo zog ebenso kraftvoll nach mit jenem Lied, das davon träumt, die Flügel auszubreiten und fortzufliegen: „Spread your wings and fly away.“

Ganz andere Botschaften tauschten zwei Turteltäubchen, die sich durch spätes Erscheinen an den beiden Enden einer Kino-Sitzreihe wiederfanden. Ihre Zärtlichkeiten spielten mehr oder weniger stille Post mit den dazwischen sitzenden Kinobesuchern, die nicht durchweg dazu aufgelegt waren, Küsschen und Umarmungen weiter zu reichen. Es war eben wie so oft alles eine Frage des Nachbars und der Nachbarin.

Wie märchenhaft das Leben in einem Bierzelt ist, verdeutlichten die Akteure mit einem Sketch, der das Märchen vom Rumpelstilzchen neu erzählte. Die arme Schützentochter musste Hönnewasser zu Bier „spinnen“ und nach bekanntem Muster den Namen des neuen Schützenkönigs von Neuenrade erraten – sonst drohte ihr „die Heirat mit einem treuen Oberstädter“.

Dass auch der exzessive Rausch beim Schützenfest noch eine gewisse Rolle spielt, machte eine sehr ernst gehaltene Büttenrede des weisen Ex-Königs Wolfgang Lampe deutlich: „Schützen! Den wenigsten sind noch die Regeln im Schützenzelt bekannt“, lautete seine eindringliche Anrede, auf die die zwölf wichtigsten dieser Regeln folgten. Nicht alle stellten sicher, dass die Schützen sich im Bierzelt auf ein verträgliches Maß an Alkohol beschränken: „Gefragt wird nicht (ob die anderen in der Runde noch ein Bier möchten). Wir trinken oft und schnell.“Immerhin gab es dringende Warnhinweise zur drohenden Verdünnung des Bieres durch genossene Wacholder-Pinchen und die diversen Hervorbringungen der Cocktailbar. Gerstensaft reicht, lautete die Botschaft, aber auch der kann eine Nacht an der Gerichtslinde zur Folge haben: „Du bist am Ende, du kannst nicht mehr. Egal wie du dich (am nächsten Morgen) fühlst – das erste Bier ist Pflicht!“

Das große Finale läuteten Carina Tönnesmann und Domenic Troilo mit einem gemeinsamen Auftritt ein. Nach dem Ende des Bühnenprogramms hieß es „Tanzfläche frei!“ für König Sven und Königin Katrin sowie alle anderen, die den Abend sportlich beenden wollten.

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