Glänzende Stimmung beim Kompaniefest der Unterstadt

Angeschlagen aber professionell bis in die Haarspitzen: Die Gesangseinlage von Falk Pump, Markus Schwarzer und Dennis Mund war einer der Höhenpunkte des Kompaniefestes. - Foto: Jentzsch

NEUENRADE - Es ist immer wieder erstaunlich, wie vielfältig sich die Talente in einer Schützengesellschaft darstellen. Kompaniefeste, so wie das am Samstagabend der Neuenrader Unterstadt, stellen Jahr für Jahr unter Beweis, wie viel Kreativität im Lager der Grünröcke schlummert.

Es ist und bleibt zwar eine Laien-Show mit dem einen oder anderen Patzer, aber gerade aus dieser Portion Unprofessionalität generiert das Ganze seine Situationskomik – Hut ab und Applaus für die vielen Teilnehmer, die sich beim Fest der Unterstädter in das fast dreistündige Mammutprogramm eingebracht haben.

Dabei setzte sich das abwechslungsreiche Programm aus Sketchen, Tanz-, Gesang- und Schwarzlicht-Shows zusammen – und natürlich dem Königsspiel. Diesmal hatten sich die Planer für das Thema „Wer wird Millionär“ entschieden. André Jürgens schlüpfte dabei in die Rolle des Jauch und lotste das amtierende Regentenpaar Dirk und Kirsten Weber durch die Spielrunden. Es drehte sich zwar immer um das Schützenwesen, für die großen Beträge hatte Jürgens allerdings Fragen formuliert, „die ans Eingemachte gingen“ und deren Lösungen nicht nur Dirk Weber überraschten. Nach vier Runden hatte die Königin ihren „Konkurrenten“ lässig abgehängt und ließ sich von ihrem Volk gebührend feiern.

Unterstadt feiert großes Kompaniefest

Zu den Höhepunkten des Abends zählten zweifelsfrei die Schwarzlicht-Darbietungen, bei denen Strichmännchen auf wundersame Art und Weise zum Leben erweckt wurden oder Zwerge und „Knackis“ Seite an Seite ihre Showtalente unter Beweis stellten. Und wenn Falk Pump und Markus Schwarzer das Parkett betreten, ist gute Unterhaltung garantiert. Diesmal traten sie gemeinsam mit Dennis Mund in fetzigen Rüschenhemden auf und präsentierten einen Intimrasur-Song, der wohl die Charts stürmen könnte, wäre da nicht die Zensur...

Dass der Show ein Motto fehlte und das bewährte Moderatorenteam Birgit Heinrich und Nina Dunker scheinbar improvisiert durch das Programm führten, tat dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Dunker und Heinrich schossen so manchen verbalen Pfeil aufeinander ab, packten selbst schlüpfrige Themen gewohnt eloquent an und überbrückten die Umbauphasen spielerisch mit ihren langjährigen Entertainer-Erfahrungen. Bis zum nächsten Mal...

- Von Markus Jentzsch

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