Komm auf Tour: Schüler entdecken Möglichkeiten

NEUENRADE ▪ „Entdecke deine Stärken mit uns“ verspricht die Broschüre des neuen Projekts „Komm auf Tour“. Die von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW initiierte Aktion soll Schülern bei der Berufsorientierung sowie der Lebensplanung und Betrieben bei der Fachkräfteentwicklung helfen.

Das gelang gestern auch getan, und zwar gemeinsam mit der Echterhage Holding aus Neuenrade. 18 Schüler der Gertrudenschule durften gestern Betriebsluft schnuppern, sich die dort vertretenen Berufsgruppen anschauen und den Konzern besichtigen. Eins der Ziele des vom Sinus-Büro für Kommunikation umgesetzten dreiphasigen Projekts, ist die Stärken von Schülern und Betrieben zu vereinen; berufliche Zukunftsvorstellungen und -wünsche mit den unternehmerischen Anforderungen abzugleichen.

Vor einigen Wochen, in der ersten Phase, dem sogenannten „Erlebnisraum“, sollten die Jugendlichen der Gertrudenschule ihre Stärken, speziellen Qualifikationen und Lebensvorstellungen definieren. Bevor die jungen Menschen dann in der dritten Stufe – im Rahmen der „Zukunftswerkstatt“ – ihre Erfahrungen aufarbeiten, übertragen und bewerten, stand gestern die zweite Phase „Expedition im Betrieb“ an. Die Expedition führte die Schüler dann unter anderem zur E.Holding.

Und trotz der für Jugendliche typischen Wortkargheit wurde schnell klar: Die jungen Männer interessieren sich für das, was sie bei Echterhage sehen, was sie anfassen und ausprobieren dürfen.

Rund 120 Minuten dauert allein der Betriebsrundgang: „Wir haben bewusst unseren Schwerpunkt darauf gesetzt“, erklärt Prokuristin Alicja Daube, „damit die Schüler wissen, was sie für einen solchen Beruf mitbringen müssen.“ In der Fertigung gab es dann noch einen praktischen Teil für die Achtklässler: In zwei Baugruppen bearbeiten die Schüler einen Umbausatz für eine Kupplung mit Innen- und Außenrotor – nach einer technischen Zeichnung. Wenn es hier und da mal nicht passen wollte, half der Leiter der Arbeitsvorbereitung, Christian Lübke, auch gern mal aus. „Das ist schon etwas kompliziert“, meint Sören dazu, „aber es macht Spaß.“ Das sieht auch Dauber so: „Die Begeisterung kommt durchs Anfassen.“

Sonja Gebauer von der Agentur für Arbeit hatte seinerzeit mit den Neuenrader Betrieben Kontakt aufgenommen. „Ich hatte keine Schwierigkeiten, Zusagen zu bekommen“, sagt sie. So arbeiten auch das Ev. Altenzentrum, der Kindergarten Hummelnest, der Kaisergarten, Zimmerei Roß und das Drahtwerk Elisental an „Komm auf Tour“ mit. Die Firmen und Einrichtungen repräsentieren somit einen Querschnitt aus allen Bereichen der Neuenrader Wirtschaft. ▪ Annette Kemper

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