„Komm auf Tour“ hilft die Weichen zu stellen

NEUENRADE ▪ Es geht um die Wurst. Jetzt sind die Monate der Entscheidung für die jungen Leute der Gertrudenschule. Den Schulabschluss vor Augen, müssen sie nun die Weichen für ihr Leben stellen, eine Entscheidung für einen Beruf fällen.

Damit das auch möglichst gut gelingt, haben die Schüler eine ganz Palette von Entscheidungshilfen. Man kümmert sich – das muss man sagen. Die Gertrudenschüler hatten unter anderem neben diversen Praktika, die Möglichkeit, an dem Landes-Projekt „Komm auf Tour“ teilzunehmen, das gestern an der Schule mit der Kompetenzwerkstatt und einer als Fernsehsendung aufgezogene Talkshow zu Ende ging.

Die Schüler waren am Ende sehr zufrieden. Emre sagte, sie fühlte sich mehr informiert. Sie weiß zudem, dass sie Erzieherin werden will, ein anderer Schüler hat nun erstklassige Informationsquellen, zudem hat ihm die praktische Erfahrung in einem Kindergarten viel gebracht. So gibt es unter den Hauptschülern der Gertrudenschule einige die eine Lehre als KFZ-Mechaniker oder als Industriemechaniker machen wollen.

Gestartet war das Projekt „Komm auf Tour“ im Kulturschuppen. Dort hatten die Schüler durch Absolvieren eines Parcours die Möglichkeit, die eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen. Es war eine Art Selbstfindungsprozess, in welchen Berufswünsche, persönliche Fähigkeiten und Realität in Einklang zu bringen waren.

In einem zweiten Teil besuchten die Schüler Unternehmen der verschiedensten Branchen. Hier hatte sich die örtliche Wirtschaft mit Betrieben und Dienstleistern eingebracht. Im dritten Teil, der gestern zu Ende ging, sprachen die Schüler unter der Moderation von Daniel Lorenz und Simone Badtke (Pr-Büro Sinus, Köln) über ihre Erfahrungen und ihre Stärken, übten gar Vorstellungsgespräche ein.

Die Schlussveranstaltung war dann die Talkshow, welche vom Moderatorenteam geleitet wurde. Hier stand der Berufsberater der Arbeitsagentur, Helmut Unnasch, Schülerreportern Rede und Antwort, warb für die seriösen Informationsplattformen des Arbeitsamtes, bot seine Hilfe an. Die Schüler stellten reichlich Fragen, die vom Schwangerschaft während der Ausbildung bis hin zu Fragen der Bezahlung reichten. Am Ende war klar: Allein gelassen werden die Jugendlichen nicht. Der Ernst der Lage wurden den jungen Leuten bewusst gemacht – ohne ihnen den Mut zu nehmen. Denn der Berufsberater machte klar: Ein Hauptschulabschluss und Persönlichkeit bieten immer Möglichkeiten. ▪ Peter von der Beck

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