Kohlbergbauarbeiten bald fertig

Per Hand müssen die Steine der Bordanlage in ihrem Betonbett ausgerichtet werden. Da haben die Straßenbauer gut zu tun. - Foto: von der Beck

Neuenrade -  Glatt wie ein Kinderpopo, und schön breit zieht sich der fast fertig gestellte Abschnitt der Kohlbergstraße von Dahle bis unterhalb des Restaurants Belvedere, dann kommt wieder Schotterpiste. Der letzte Abschnitt der Straßensanierung K24 bis zum Ortsschild Neuenrade ist in Arbeit und recht kurzfristig wird auch hier die neue Asphaltdecke aufgetragen.

Einstweilen sind die Männer von Straßenbauer Hilgenroth fleißig damit befasst die Randbereiche der neuen straßen herzurichten. Ein aufwändiges und umfangreiches Unterfangen, bei dem Maschineneinsatz nur eingeschränkt möglich ist. Davon wissen die gelernten Straßenbauer ein Lied zu singen. zwar werden die Bordsteine mit Hilfe des Radladers und einer Ansaugvorrichtung an Ort und Stelle gesetzt, doch die Rinnen und Bordsteine müssen von Hand und mit Hilfe voluminöser Plastikhämmer ausgerichtet werden. Die sogenannte Bordanlage ist auf 15 Zentimeter Unterbeton gebaut, auch eine Art Drainagerohre wurden verlegt. Allein für die Ablaufrinnen wurden 2000 Kubikmeter Beton verbaut, knapp 4500 Bordsteine und rund 30 000 Basament-Steine, erläuterte Schachtmeister Armin Lemmer. Die Straßenbauer sind flott. Gut 150 Meter Bordsteine und 200 Meter Rinne pro Tag schaffen sie. Klare Sache, dass auch zwischendurch immer neue Abläufe eingepasst werden. Die Bordanlagen sind natürlich picobello ausgerichtet – die zuständigen Arbeiter haben ein gutes Auge. Zehn Mann arbeiten in der Regel auf díeser Baustelle. Alte Kanalschächte legen die Männer von Hilgenroth auch frei. Dafür setzen sie zum teil Metallsuchgeräte ein. Denn auch der Straßenkanal wird saniert. Mitarbeiter eines anderes Gewerks werden hier noch Inliner durch die alten Rohre ziehen.

Ist all das erledigt, bekommt dann die K24 in ihrem letzten Abschnitt (ab Ortsschild Neuenrade) dann die neue dicke Asphaltdecke. Der Unterbau der Straße ist schon präpariert, wurde abgefräst und vor dem Auftrag der Asphaltdecke nachverdichtet. Klar ist: Straßenbau ist eine komplexe Angelegenheit. Ende September ist die Firma Hilgenroth dann wohl mit allem, für das sie beauftragt wurde, fertig. Ob denn dann die Straße allerdings für den Verkehr freigegeben werden kann, ist noch fraglich. Dann kommt noch ein anderes Unternehmen ins Spiel, das beauftragt ist, die neuen Schutzplanken entlang der Strecke einzuschlagen und zu montieren.

Michael Overmeyer, Sprecher bei Straßen NRW, kann urlaubsbedingt erst in der kommenden Woche sagen, wann die Autos wieder über den Kohlberg rollen.

Von Peter von der Beck

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