Zum Skifahren reicht es nicht

Am Kohlberg ist alles bereit, nur der Schnee fehlt noch

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Die Flutlicht-Masten stehen entlang der Piste und warten auf ihren Einsatz. Ganz unten ist auch der neue Zaun am Lift-Einstieg zu sehen, außerdem wurde eine kleine Pistenraupe gekauft. Der Ausblick bis nach Wildewiese lohnt sich übrigens auch schon ohne Schnee.

Neuenrade - Am Kohlberg ist alles bereit. „Wir könnten sofort loslegen“, sagt Siegfried Putz, Leiter der Abteilung Ski des TuS Neuenrade. Aber eins fehlt noch: der Schnee.

Der lässt sich in diesem Jahr nämlich noch nicht ausreichend blicken. Auch wenn die Wiese an dem höchsten Berg Neuenrades schon leicht gezuckert aussieht, zum Skifahren reicht das noch lange nicht. 

Flutlicht war schon vor 35 Jahren geplant

Um für die Saison gerüstet zu sein, hat die Abteilung des TuS Neuenrade das Jahr über viele Arbeiten erledigt. Eine der wichtigsten war die Installation einer Flutlichtanlage an dem Skihang. Da der Sportplatz an der Niederheide nicht mehr genutzt wird, waren dort auch die Masten überflüssig. Die Stadt Neuenrade, der Platz und Beleuchtung gehörte, überließ sie dem Sportverein. Dieser wiederum konnte damit einen lang gehegten Wunsch erfüllen. 

Denn bereits vor 35 Jahren als Stromleitungen an den Hang gelegt wurden, war eine Flutlichtanlage geplant. Ursprünglich wurde der Strom gebraucht, um die Lifte zu betreiben. Die ersten fünf Jahre liefen sie noch mit Benzin, was hin und wieder Probleme bereitete, wie Siegfried Putz erzählt. Vor 35 Jahren dann, wurde auf Elektrizität umgestellt. Dringend war die Flutlichtanlage damals aber noch nicht. „Die Schule ging früher nicht so lange und auch die Freizeit wurde anders verplant“, sagt Putz. 

Nach Schulschluss ist es meistens schon dunkel

Heute sei in der Regel gegen 16 Uhr Schluss. Machen sich die Familien dann noch auf den Weg zum Kohlberg, dämmert es im Winter häufig schon. „Es wurde immer wieder gewünscht, dass wir den Lift auch später betreiben“, erzählt der Abteilungsleiter. Im Dunkeln darf der Lift ohne ausreichende Beleuchtung allerdings aus Sicherheitsgründen nicht laufen und auch die Abfahrt auf der Piste ist gefährlich. „Das ist, als würde man nachts mit Standlicht Auto fahren“, vergleicht Putz. 

Im Frühsommer konnte dann endlich mit den Arbeiten für die sieben Flutlicht-Masten begonnen werden. Diese mussten zunächst an der Niederheide abgebaut und zum Kohlberg gebracht werden. Dort wurden Kunststoffrohre mit insgesamt 12 Kubikmetern Beton im Boden verankert und die Masten schließlich mit Sand darin befestigt. 

Stromsparende LED-Leuchten

Danach mussten noch die alten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen entsorgt und durch moderne und stromsparende LED-Leuchten ersetzt werden. „Ein Strahler verbraucht jetzt weniger als 1000 Watt“, sagt Putz. 

Dass diese Anschaffung überhaupt möglich wurde, sei besonders den fleißigen Ehrenamtlichen zu verdanken. „Viele Sponsoren haben uns auch geholfen und Geräte zur Verfügung gestellt“, freut sich Putz. Ohne diese Hilfe habe das Flutlicht nicht realisiert werden können. 

Zaun an der Liftstation gebaut

Neben der Installation der neuen Flutlicht-Masten wurde auch noch ein neuer Zaun an der unteren Liftstation gebaut. „Wir haben dieses Jahr eine Rundum-Erneuerung gemacht“, erklärt Siegfried Putz. Denn auch die Piste musste hergerichtet werden. Einige Wildschweine hatten sich die steile Wiese ausgesucht und nach Futter gegraben. Nach den Arbeiten wurden im Dezember außerdem die beiden 400 Meter langen Lifte von der Dekra geprüft und abgenommen. 

Und noch eine ganz besondere Anschaffung ging über die Bühne: „Dank einiger Sponsoren konnten wir eine kleine gebrauchte Pistenraupe kaufen“, freut sich Putz. Das Fahrzeug wurde am Mittwoch in Tschechien abgeholt und wird in diesen Tagen vom TuS inspiziert. 

Kleine, gebrauchte Pistenraupe angeschafft

Ist es in einem guten Zustand, kann es vielleicht bereits in dieser Saison eingesetzt werden. Die Ketten müssen allerdings wieder angebracht werden. „Für den Transport wurde die Raupe zurückgebaut“, erklärt Putz. Ein bisschen hängt die neue Anschaffung auch mit der Flutlichtanlage zusammen. „Wenn die Leute auch abends fahren, müssen wir das schon ein bisschen präparieren“, sagt Putz. 

Bisher sei die Piste meistens gar nicht präpariert worden. „Für manche war das schön, die ersten Spuren zu hinterlassen. Für andere war es allerdings dann schwer zu fahren“, weiß Putz. Schneehaufen wurden mit der Schaufel zur Seite geräumt. Siegfried Putz erhofft sich einen weiteren Vorteil durch die Raupe: Wenn erst mal Schnee liegt, könne durch die gleichmäßige Verteilung die Fahrtzeit insgesamt verlängert werden.

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