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Kohlberg: Dritte Windenergieanlage fertiggestellt

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Von: Peter von der Beck

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Die Dritte Windenergieanlage nahe Leveringhausen wurde inzwischen fertiggestellt.
Die Dritte Windenergieanlage nahe Leveringhausen wurde inzwischen fertiggestellt. © von der Beck, Peter

Der Bau der sechs Windräder auf dem Kohlberg macht nach langem Stillstand sichtbare Fortschritte. Inzwischen ist die dritte der sechs Anlagen – eine steht auf privatem, fünf auf städtischem Grund und Boden – komplett fertiggestellt.

Die übrigen Windräder folgen. „Der Zeitplan wird allerdings enger“, sagte Klaus Schulze Langenhorst, Chef der SL Naturenergie. Das Unternehmen baut die Windenergieanlagen auf dem Kohlberg. Die Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“ kämpft gegen den Bau. Nach einem gerichtlichen angeordneten Baustopp geht es nun wieder voran.

Mit zusätzlichen Teams will die SL Windenergie die Aufbaugeschwindigkeit erhöhen. Doch es gibt immer wieder Verzögerungen. „Es ist ein sehr windiger Standort, deshalb hatten wir zwischenzeitlich Zwangspause“, sagte Schulze Langenhorst. Hinzu kommen kleinere Reparaturen wie „Macken am Flügel“. Aber das sei alles normal. Es gehe nun vor allem auch darum, das fehlende Material auf die Baustelle zu bekommen. Das gestaltet sich offenbar nicht ganz einfach. Schulze Langenhorst: „Auf der A 3 wurde wieder eine Autobahnbrücke gesperrt.“ Das bringe die Planungen durcheinander, da über die Strecke transportiert werde. Gleichwohl benötigt SL Naturenergie nur noch Betonteile, die großformatigen Bauteile sind längst vor Ort. Etliche Schwertransporte wurden dafür in den vergangenen Tagen durchgeführt. Aufmarschstelle ist dabei der untere Wanderparkplatz am Kohlberg. Mit den schweren Betonteilen können die Lastwagen indes nicht allein die befestigten Waldwege hinauffahren. Ein Dreiachser zieht die Transporter dann.

Anlagen laufen nur nachts

Die Anlagen laufen nachts. Schulze Langenhorst freut sich nun, dass im Herbst und Winter „auch die Nächte länger“ werden, die Anlagen länger laufen dürfen.

Der Geschäftsführer hält sich häufiger auf dem Kohlberg oder auch in der Umgebung auf. Er wird angesprochen. „Was ich höre, das ist positiv. Tenor: ,Lasst uns die Dinger fertigstellen.’“ Gerade nach den Hochwasserereignissen habe er den Eindruck, dass die Akzeptanz mit Blick auf den Klimawandel gestiegen sei. Das habe er bei Besuchen in Altena festgestellt. Ein Umdenken gehe langsam vonstatten.

Verwunderung über Widerstand aus Dahle

Er wundere sich daher wegen des Widerstandes aus Dahle auch angesichts der Tatsache, dass sich „Dahle als Dorf der Zukunft“ sehe und an dem gleichnamigen Wettbewerb teilgenommen habe.

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