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Kohlberg: Alle Windräder sollen bis Jahresende stehen

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Von: Peter von der Beck

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Die Arbeiten auf dem Kohlberg zum Aufbau der Windräder könnten weitergehen. Durch die Baustelle an der Dahler Straße war es bislang aber noch nicht möglich, die erforderlichen Geräte dorthin zu bringen.
Die Arbeiten auf dem Kohlberg zum Aufbau der Windräder könnten weitergehen. Durch die Baustelle an der Dahler Straße war es bislang aber noch nicht möglich, die erforderlichen Geräte dorthin zu bringen. © Wiechowski, Jona

Die Baugenehmigung für die Windenergieanlagen auf dem Kohlberg ist durch den Gerichtsbeschluss wieder in Kraft. Doch es rührt sich fast nichts auf dem Kohlberg.

Der Grund: Die Baustelle an der Dahler Straße, zudem lässt sich wohl rein organisatorisch nicht von heute auf morgen mal eben ein Schwerlasttransport organisieren.

Und der ist nötig. Denn um weiterbauen zu können, muss ein besonderer Kran her, mit dessen Hilfe die Montage der weiteren Geräte bewältigt werden kann. Weitere Transporte müssen folgen, denn längst ist nicht das komplette Material auf dem Kohlberg.

Gespräche laufen

„Wir sind in Gesprächen“, sagte Klaus Schulze Langenhorst, Chef der SL Naturenergie, welche die Anlagen in dem als Konzentrationsfläche ausgewiesenen Gelände bauen lässt. Damit meint er Genehmigungsbehörden und zum Beispiel Verantwortliche für Baustellen. Jüngst waren Vertreter von SL Naturenergie an der Baustelle Dahler Straße. Das war allerdings vor dem Hochwasser. Wie es insgesamt mit der Anreise zum Kohlberg aussieht, bleibt abzuwarten. Man hoffe, so der SL-Chef, wenigstens den Kran dort hoch manövrieren zu können.

Der Zeitplan steht

Für die Verantwortlichen von SL Naturenergie steht jedenfalls der Zeitplan. Schulze Langenhorst: „Bis Oktober wollen wir zwei weitere Anlagen dort fertigstellen, bis zum Ende des Jahres dann den Rest.“

Es gab zwischenzeitlich Schwierigkeiten. Bei Kabelverlegearbeiten habe man ein Datenkabel getroffen, berichtete Schulze Langenhorst. Nun müsse man entsprechend vorsichtig bei den Baggerarbeiten vorgehen, das dauere länger und verteuere die Sache. Die insgesamt sechs Windräder sollen nach ihrer Fertigstellung dann gemeinsam Windstrom produzieren. Einstweilen wird mit den zwei vorhandenen Anlagen erst einmal nur nachts Strom produziert, um zum Beispiel etwaige Rotmilane und Schwarzstörche nicht zu gefährden.

Anlagen sollten schon seit mehreren Jahren laufen

Ursprünglich sollten die sechs Anlagen auf dem Kohlberg bereits 2016/2017 in Betrieb gehen, bestätigte Schulze Langenhorst. Doch zwischenzeitlich bildete sich die Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“, die mithilfe der klageberechtigten NRW-Landesarbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt gerichtlich gegen den Bau der Anlagen vorging und geht. Jetzt gibt es einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Münster, das einen Baustopp aufhob. Jetzt kommt noch das Hauptverfahren, dem Schulze Langenhorst optimistisch entgegensieht.

Die SL Naturenergie ist auch jüngst in Balve aktiv geworden. Hier sollen ebenfalls drei bis zu 230 Meter hohe Windenergieanlagen im Bereich „Balver Wald“ gebaut werden. Derzeit geht es um das Thema Umweltverträglichkeitsvorprüfung, berichtete Schulze Langenhorst.

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