Klimaschutzpreis: Dieser Verein aus Neuenrade wurde ausgezeichnet

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Vor dem Insektenhotel bei Küntrop fand die Preisverleihung mit (von links) Johannes Kobeloer, Antonius Wiesemann, Birgit Heinrichs (SGV-Fachwartin für Naturschutz), Gudrun Sulzer und Dierk Rademacher (Hauptamt Stadt Neuenrade) statt.

Neuenrade – Die Abteilung Neuenrade im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ist in dieser Woche mit dem Innogy-Klimaschutzpreis 2019 der Stadt Neuenrade ausgezeichnet worden.

Im Beisein von Bürgermeister Antonius Wiesemann und weiteren Beteiligten konnte Vorsitzende Gudrun Sulzer den mit 1000 Euro dotierten Preis entgegennehmen. Die Verleihung erfolgte mit der dazugehörenden Urkunde vor einem Insektenhotel, das der SGV Neuenrade vor Jahren im Waldgebiet oberhalb von Küntrop errichtet hatte. 

Aus der Hand von Johannes Kobeloer, Kommunalbetreuer des Energieversorgers Innogy für die Stadt Neuenrade, erfolgte die Preisverleihung. Innogy habe mit der Auswahl die richtige Entscheidung getroffen, sagte Kobeloer. Das Unternehmen sei froh darüber, mit der Preisverleihung an den Neuenrader SGV einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz auszeichnen zu können. 

Einstimmiger Beschluss des Hauptausschusses

Der Preisverleihung vorausgegangen war ein Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, der einstimmig dafür votiert hatte, in diesem Jahr den SGV Neuenrade für sein Engagement um Natur und Klima als Preisträger zu nominieren. In den Vorjahren waren die Hönnequell-Schule und die Gruppe der jungen Naturforscher um Joel Prinz mit dem Preis bedacht worden. 

Die Preisverleihung 2019 fand auch die Anerkennung von Bürgermeister Wiesemann. Es gehe immer mehr darum, mit tatkräftigen Beispielen unter Beweis zu stellen, dass Natur- und Klimaschutz vorgelebt werden müssen, sagte der Bürgermeister. Neuenrades Erster Bürger lobte ausdrücklich die Aktionen der örtlichen SGVer und wünschte „weiterhin viel Kraft und Realisierungswillen“. 

Naturschutz und Landschaftspflege als Ziele

Um den Innogy-Klimaschutzpreis hatte sich der SGV Neuenrade vor einigen Monaten beworben. Die SGV-Vorsitzende Gudrun Sulzer betonte in einer ersten Stellungnahme als Ziel den Naturschutz und die Landschaftspflege. Beides habe der SGV intensiv verfolgt und es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen näher an die Natur heranzuführen. Gerade in hektischen und unruhigen Zeiten sei das „Zurück zur Natur“ auch mit den Worten „Schützen und Bewahren“ verbunden. 

Ohne einen ressourcenschonenden und klimaschützenden Umgang mit der Natur sei der SGV Neuenrade überhaupt nicht denkbar. Die heimische Wanderabteilung verstehe daher die Tradition nicht nur als Aufbewahrung, sondern auch als Weitergabe. Es bleibe uneingeschränktes Ziel der SGVer, zum Klimaschutz und damit auch zur Attraktivität der Stadt beizutragen. 

Langer Verrottungsprozess

An Hand von Beispielen machte Sulzer auch deutlich, welch langen Zeitraum der Verrottungsprozess in der Natur in Anspruch nimmt. Es dauere beispielsweise drei bis sechs Monate, bis ein Taschentuch verrotte. Bei einer Bananenschale gar bis zu drei Jahre. Die SGV-Chefin ermahnte auch, Wanderwege nicht zu verlassen, um das Ökosystem abseits der Wege nicht zu zerstören. 

Das Insektenhotel hatte der SGV Neuenrade im Jahr 2010 errichtet, um Hummeln, Schlupfwespen, Florfliegen und Ohrwürmern eine Unterkunft zu bieten. Die Anlage wurde aus Holz gebaut. Der stabile Rahmen besteht aus Lärchenholz, das Innenleben aus Buche und Eiche. Bei der Namensfindung hatten damals Kinder bei einer Wanderung ihren Beitrag geleistet und von einem „Hotel zur schnarchenden Hummel“ gesprochen. 

Generell gelte, das Naturschutz praktizierter Klimaschutz sei, führte Sulzer mit einem Dankeschön an den Spender aus.

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