Klavierduo begeistert Publikum

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Andrea Ertz (l.) und Irmhild Haastert griffen in der Villa am Wall gemeinsam in die Tasten.

NEUENRADE ▪ Nicht so viele wie erhofft, dafür aber begeisterte Zuhörer begrüßten am Sonntagabend Irmhild Haastert und Andrea Ertz bei ihrem Konzert in der Villa am Wall. Das Duo nahm gemeinsam am Flügel Platz und präsentierte vierhändig ein abwechslungsreiches Programm, welches von klassischen bis modernen Stücken alles zu bieten hatte.

„Das wird heute ein bunter Weg durch die Musik“, erklärte Haastert zu Beginn und eröffnete diesen sogleich mit einem Werk von Francis Poulenc, dem bekannten französischen Komponisten und Pianisten der Moderne. Die Sonate für vier Hände verlangte einiges von den Musikerinnen ab: Zuweilen spielten auch alle vier Hände über Kreuz. Das Stück bestand aus überwiegend kräftigen Passagen im Forte und wiederum auch sanften Klängen im leisen Piano. Das Finale im dritten Satz wurde von düsteren Tönen dominiert, aber die Leitmelodie blinzelte zwischendurch immer wieder hervor.

Fantasie in F-Moll von Schubert

Auch traurige Melodien in Moll spielte das Duo seinen Hören vor. Von dem in jungen Jahren gestorbenen Komponisten Franz Schubert, wählten sie ein unbekannteres Stück. Die „Fantasie in F-Moll“ ist von einem Wechselspiel zwischen den schweren Klängen der Harmonie und der leichteren Melodie geprägt. Auch wenn beim Zuhörer zwischendurch die Hoffnung aufkeimte, dass das Finale in fröhlichen Tönen endete, erfuhr dieser schließlich ein bitteres Ende.

Unbekanntere Meister

Neben großen Komponisten und beliebten Melodien spielten Haastert und Ertz auch unbekanntere Meister. Vom italienischen Komponisten Ottorino Respighi intonierten sie sechs kleine Folklorestücke. Dabei ging der Zuhörer mit auf eine Reise durch Europa. Eine Romanze in Italien machte dabei den Anfang. Es folgten ein Abstecher nach Sizilien und schwermütige Melodien in Armenien.

Viel Applaus für Pianistinnen

„Wenn Sie keine Weihnachtsglocken hören wollen, dann denken sie einfach an Maiglöckchen“, so Andrea Ertz über das anschließende kleine Stück, dass die Zuhörer gedanklich zurück unter einen Weihnachtsbaum versetzte. Danach spielten sie eine schottische Melodie und im Anschluss das einem Marsch ähnelnde Stück „Die kleinen Hochländer“. Weitere Werke von Claude Debussy und Serge Rachmaninoff überzeugten das Publikum schließlich vollends vom Können der beiden Pianistinnen. Viel Applaus brachte dies zum Ausdruck. ▪ romi

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