Klaus Klinke ist verstorben

Neuenrade - Im Alter von 95 Jahren ist am Donnerstag der Neuenrader Unternehmer und Lokalpolitiker Klaus Klinke verstorben. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Ehrenrings der Stadt Neuenrade.

Klinke war im Jahr 1939 Soldat geworden und kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg erst im Jahr 1949 – nach viereinhalbjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland – nach Neuenrade zurück. Er übernahm im selben Jahr die Leitung der Firma Julius Klinke. Inzwischen wird das im Jahr 1847 gegründete Unternehmen bereits in der fünften Generation von der Familie geführt.

Auch den kommunalpolitischen Einsatz übernahm Klaus Klinke von seinem Vater Alexander und gab es an seinen Sohn Alexander sowie an seinen Enkel Julius weiter. Vor gut drei Jahren lud Bundeskanzlerin Angela Merkel Klaus, Alexander und Julius Klinke nach Karlsruhe ein, um das Engagement von vier Generationen der Familie in der CDU zu würdigen. Klaus Klinke vertrat die Christdemokraten von 1955 bis 1989 im Neuenrader Rat; 25 Jahre lang war er Fraktionsvorsitzender. Von 1964 bis 1979 saß er für die CDU außerdem im Kreistag.

Im Jahr 1976 wurde er für seine Verdienste als Lokalpolitiker mit dem goldenen Ehrenring der Stadt ausgezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz für politische, berufliche und gesellschaftliche Leistungen bekam er im Jahr 1981. Nach seinem Ausscheiden aus der Lokalpolitik im Jahr 1989 blieb er Ehrenvorsitzender der Fraktion im Stadtparlament. Noch im vergangenen Jahr ehrte die CDU-Ortsunion ihn für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Partei.

Auch im Neuenrader Vereinsleben war Klaus Klinke lange aktiv. Mehr als 60 Jahre lang gehörte er der Neuenrader Schützengesellschaft an, deren König er 1963 wurde. Im Jahr 2010 wurde er für seine Treue ausgezeichnet. - cra

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