Kaufmännischer Geschäftsführer

Neuer Mann im Führungsteam der Waldorfschule

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Claudia Malcus (links) und Dr. Sarah Schniewindt vom Förderverein und Andreas Zemke (Schulleitungskonferenz) präsentieren Klaus Giljohann (2. von links).

Neuenrade - Die Neuenrader Waldorfschule präsentiert sich in bestem Zustand. Auch personell ist die Schule nun neu aufgestellt: Klaus Giljohann aus Kierspe ist kaufmännischer Geschäftsführer.

270 Schüler – mit steigender Tendenz, Wartelisten für die neue erste Klasse und schon erste Anmeldungen für das übernächste Schuljahr: Kein Zweifel, die Freie Waldorfschule Neuenrade kann positiv in die Zukunft blicken.

Klaus Giljohann, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter eines Handelsunternehmens leitet die Waldorfschule seit dem 1. Januar. Giljohann ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Kindes. Er machte letztlich das Rennen, 30 Bewerbungen gab es und fünf Vorstellungsgespräche.

Bewerber aus Verwaltungen, Personen aus der Geschäftsführung kleiner Betriebe und auch Juristen bildeten einen bunten Strauß.

Schon einmal Interesse am Lehrerberuf

Klaus Giljohann hat eben einen kaufmännisch-finanztechnischen Background, hat in seinem Leben schon einmal starkes Interesse am Lehrerberuf gehabt und Richtung Lehramt studiert, bevor er sich quasi nebenbei in der kaufmännische Sparte etablierte und es am Ende dort gar zum Geschäftsführer brachte.

Im Zuge einer persönlichen Neuordnung suchte er etwas Neues. Auf Empfehlung seiner Frau schaute er sich das Stellengesuch der Neuenrader Waldorfschule an, schickte kurz vor Toresschluss die erste Bewerbung seines Lebens ab – und bekam den Job. Dabei hatte Giljohann nie einen Bezug zur Waldorfschule, las sich erst später in das Thema ein.

Unter anderem sein kaufmännischer Hintergrund aber auch seine Erfahrung im Umgang mit Ehrenamtlichen (er war in leitender Funktion bei der Feuerwehr) und deren Motivation – ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Waldorschule geht – scheinen dabei den Ausschlag zu seiner Einstellung gegeben zu haben. Gestern, im Beisein der beiden Fördervereinsvorstände Dr. Sarah Schniewindt und Claudia Malcus, präsentierte sich Giljohann offiziell.

Im Sommer hatte sich die Vakanz ergeben

Am Freitag, im Beisein der beiden Fördervereinsvorstände Dr. Sarah Schniewindt und Claudia Malcus, präsentierte sich Giljohann offiziell.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte sich die Vakanz des Geschäftsführerpostens zur Verwunderung manch Außenstehender ergeben. Dabei scheint dieser neu zugeschnittene Aufgabenbereich nur logische Konsequenz einer tief greifenden personellen Neustrukturierung zu sein, wie Claudia Malcus, selbst von der Neuordnung betroffen, durchblicken ließ.

So war das bis dato offenbar erfolgreiche Führungsduo Sivia van Loosen und Claudia Malcus, abberufen worden. Malcus ist noch immer dabei – ehrenamtlich. Van Loosen geht nun andere Wege.

Proteste gegen die personelle Neuaufstellung

Das alles traf bei der Elternschaft nicht auf ungeteilte Zustimmung. Es gab Proteste, Briefe. Seitens der Schule und seitens des Fördervereins und des Trägervereins habe man sich jedoch mit Informationen, teils aus arbeitsrechtlichen Gründen zurückhalten müssen, erläuterte Malcus.

Nun sei das Verhältnis zur Elternschaft bestens, bestätigten Schniewindt und Malcus. Es habe etliche Gespräche gegeben, eine bestens besuchte Info-Veranstaltung – zudem habe die Elternschaft dem Vorstand ihr Vertrauen geschenkt.

Die Aufgaben liegen im operativen Geschäft

Giljohanns Job ist vordringlich Finanz-Management und Öffentlichkeitsarbeit. Er kümmert sich eben um das operative Geschäft wie das Gebäudemanagement, Sicherheitsfragen, Brandschutz, Materialbeschaffung und ist auch Ansprechpartner für Eltern. Den verlorenen Schultornister sammelte er auch schon ein.

Es ist auf jeden Fall eine Aufgabe mit Perspektive: Projekte wie Zufahrtsstraße, Anbau und Fragen zur künftigen Strategie stehen auf der Agenda.

Von Peter von der Beck

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