Klassentreffen

Der Ernst des Lebens begann vor 65 Jahren

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Die weiteste Anreise hatte Hildegard Neef (mit rotem Schal), die ein herzliches Wiedersehen mit ihrem einstigen Klassenkameraden Hans-Georg Hellhake feierte.

Neuenrade - Vor 65 Jahren starteten sie als i-Dötzchen in der damaligen katholischen Volksschule Neuenrade. Am Wochenende erinnerten sich zehn ehemalige Schüler an das prägende Ereignis.

Einige der inzwischen zu Senioren gewordenen Ex-Schüler hatten einen langen Anfahrtsweg in Kauf genommen, um gemeinsam an die schulische Vergangenheit zu denken und um sie wieder etwas lebendiger werden zu lassen. Die weiteste Anreise hatte Hildegard Neef, die von der Nordseeküste nach Neuenrade gekommen war.

Die Erinnerungen wurden humorvoll und mit einem „Weißt du noch...?“ vorgetragen und jeder konnte etwas zu den ersten beiden Schuljahren beisteuern, als „unsere Lehrerin die Frau Marhoven war“.

Im dritten, vierten und fünften Schuljahr war es Lehrer Helmut Sprenger, der vor seinen kleinen Schützlingen in der Klasse stand und ihnen schulisches Wissen vermittelte. Im siebten und achten Schuljahr war es der in Neuenrade bekannte Alois Sauer, der seine größer gewordenen Schüler auf das Schulende und den Eintritt ins Berufsleben vorbereite.

Die Disziplin ist allen in Erinnerung geblieben

In besonderer Erinnerung ist den einstigen Schülern die schulische Disziplin geblieben. Daran denken sie noch heute voller Respekt zurück und müssen gleichzeitig schmunzeln. Vor dem Unterricht musste damals zu früher Morgenstunde der Gang zur Kirche angetreten werden, das war ein Muss.

Der Kirchenbesuch wurde im anschließenden Unterricht abgefragt – wer nicht in der Kirche war, musste dann in der Klasse aufstehen und durfte sich der kritischen Blicke seiner Mitschüler sicher sein.

Zehn der ehemaligen Schülerinnen und Schüler waren zum Klassentreffen gekommen.

Das Unterhaltungsprogramm der ehemaligen katholischen Volksschüler war beim Klassentreffen vielfältig. Nach dem Erinnerungsfoto auf der Rathaustreppe führte der Weg ins Stadtmuseum, wo Heinz-Werner Turk in bewährter Art und Weise etliches über die Neuenrader Historie erzählte.

Clou an dem Museumsbesuch war ein funktionsfähiges Grammophon, auf dem der alte Ohrwurm „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein abgespielt wurde. Im Neuenrader Weinberg wurde die muntere Gruppe dann von Bürgermeister Antonius Wiesemann erwartet.

Der Bürgermeister präsentierte sich als Weinsommelier

Neuenrades erster Bürger konnte nicht nur von der historischen Vergangenheit des reaktivierten Weinbergs erzählen, er präsentierte sich auch als charmanter Weinsommelier und begrüßte seine Gäste, die gerne ausreichend Zeit mitgebracht hatten, mit einigen Gläsern Wein.

Im Hotel Im Kohl endete nach dem Weinbergbesuch das harmonische Klassentreffen erst zu später Stunde. Einig waren sich alle darüber, dass der Einschulungsjahrgang 1952 künftig alle drei Jahre sein „Weißt-du-noch“-Treffen wiederholen will.

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