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Provisorischer Start in der Waldorfschule

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Von: Peter von der Beck

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Sie freuen sich auf den Kindergartenstart und planen schon fleißig: (von links) Indra Gnuschke, Leiterin Diana Dickel, Heike Dreger, Daria Hülsmann, Ann-Kathrin Fittkauf, Alexandra Daguhn und Margit Kemper.
Sie freuen sich auf den Kindergartenstart und planen schon fleißig: (von links) Indra Gnuschke, Leiterin Diana Dickel, Heike Dreger, Daria Hülsmann, Ann-Kathrin Fittkauf, Alexandra Daguhn und Margit Kemper. © Peter von der Beck

Neuenrade – Kita und Kitagelände „In der Hönne“ sind noch nicht komplett fertig, doch der Betrieb startet bald - provisorisch in der Waldorfschule.

Die neue Kindertageseinrichtung hat eigentlich schon längst ihre Arbeit aufgenommen: In einer großen Runde sitzen die Mitarbeiterinnen mit ihrer Leiterin und Sentiris-Geschäftsführer Kristian Hamm im Ladenlokal an der Ersten Straße, planen und organisieren fleißig den Kita-Betrieb. Allerdings fehlen noch die Kinder und die eigene Betriebsstätte ist auch noch nicht in vollem Umfang zugänglich.

Zunächst mit 18 Kinder in der Waldorfschule

Die neue Kita startet dennoch bald. Kristian Hamm sagte: „Los geht es zunächst ab 1. November bis 31. Dezember provisorisch mit 18 Kindern in Räumen der Waldorfschule.“ Es sei eine Art Nachbarschaftshilfe gewesen, die er bei einem Gespräch mit Waldorfschul-Geschäftsführer Klaus Giljohann spontan erhalten habe.

Im neuen Jahr in der neuen Kita

Ein Gespräch mit dem Kreisjugendamt habe man dann noch geführt und die provisorische Kita in der Waldorfschule war Realität geworden. Aber das Ganze ist nur vorübergehend, denn zum Jahresanfang geht es weiter an der neuen Kindertagesstätte. Die neue Tagesstätte werde im Dezember fertig, dann gelte es aber noch das Außengelände zu gestalten. „Im neuen Jahr wird dann auch die Zahl der Kinder gleich doppelt so hoch sein“, erläuterte Hamm. Und die Kita – ein nachhaltig errichteter Holzrahmenbau – werde bezogen. Insgesamt 55 Kinder werden dort Platz finden.

Konzepterarbeitung und Teambuilding

Seit dem 1. Oktober steht das Neuenrader Sentiris- Team. Die Erzieherinnen treffen sich seitdem: Es geht darum, sich kennenzulernen, um Teambuilding und Konzepterarbeitung. Es geht um Dinge wie Spielzeug, Elternarbeit oder auch um die Organisation des Lichterfestes (St. Martin). Auch in das Stadtleben integriert man sich. So will man auch das Schaufenster gestalten, wenn das Adventshopping in Neuenrade möglich ist. Zur großen Erzieherinnenrunde sagte Kristian Hamm: „Besser man lernt sich jetzt kennen und geht miteinander um, als später im laufenden Betrieb.“ Man habe sich vorgenommen, „eine offene Diskussionskultur“ zu leben.

Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit

Grundsätzlich sei die Kindertagesstätte politisch, weltanschaulich und religiös neutral. Kinderschutz und Kindeswohl stünden an oberster Stelle. Man habe sich der Nachhaltigkeit verschrieben, die Kinder sollen eine naturnahe Kita-Zeit erleben. „Wir werden viel draußen sein und uns im Wald bewegen,“ sagte Leiterin Diana Dickel. Besonders wichtig sei es aber am langen Ende, das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit der Kinder zu stärken und ihre Begabungen in den Mittelpunkt zu rücken. Was auch Kristian Hamm noch einmal ausdrücklich unterstrich. Zunächst bis zum Ende des Jahres wird die Geschäftsstelle an der Ersten Straße geöffnet bleiben. Hier können Eltern ihre Kinder anmelden und sich über die neue Kita informieren. „Jeden Tag bis Ende des Jahres ist jemand hier, sagte Hamm. Danach schauen wir mal.“

Weitere dreigruppige Kita in Halver

Die gemeinnützige Sentiris-GmbH hat ihren Hauptsitz in Halver. Dort wird bereits eine Einrichtung betrieben, eine weitere dreigruppige Kita werde dort noch 2023 errichtet, sagte Hamm. Ob es darüber hinaus noch weitere Kindertageseinrichtungen geben werde, wollte Hamm jedenfalls nicht ausschließen. Vor dem Hintergrund, dass es in Neuenrade bereits eine private Kita mit zwei Einrichtungen gebe, sagte Hamm, dass nach seinen Marktbeobachtungen die katholische Kirche kleinere Einrichtung abstoße. Auch die evangelische Kirche schaue genauer hin. Er glaube, dass die Großen wie DRK und Awo am Ende übrig bleiben würden. Es scheint aber eben genug Potenzial für die Sentiris gGmbH zu geben. Kristian Hamm betonte dabei: „Wir denken betriebswirtschaftlich, aber eben auch gemeinnützig.“

Bei der Stadt Neuenrade will man auf jeden Fall, dass die Kita in diesem Jahr betriebsfertig wird, sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger. Leider gebe es Engpässe bei der Materialbeschaffung – zum Beispiel bei Spielgeräten fürs Außengelände.

Kontakt

Sentiris gGmbH: Rufnummer 0157 / 80590743;

E-Mail: kita-neuenrade@sentiris.de; Internet: www. sentiris.de

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