Kirche Küntrop: Drei Bäume müssen gefällt werden

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Beim Ortstermin erläuterte Baum-Gutachter Birke auch den Zustand der Linden neben der Kirche.

Küntrop/Neuenrade  - In Neuenrade wird die Baumschutzsatzung sehr ernst genommen. Und wenn es um die Fällung von Bäumen geht, da verstehen die Neuenrader Kommunalpolitiker keinen Spaß.

Küntrop/Neuenrade  - In Neuenrade wird die Baumschutzsatzung sehr ernst genommen. Und wenn es um die Fällung von Bäumen geht, da verstehen die Neuenrader Kommunalpolitiker keinen Spaß. So wurde auch die mögliche Fällung von Bäume an der Küntroper Kirche nicht gerade durchgewunken.

Im Gegenteil – die Mitglieder des Bauausschusses nahmen sich Zeit, um sich selbst ein Urteil zu bilden, schauten sich im Beisein von Vertretern der katholischen Gemeinde Küntrop, vom Generalvikariat und dem Baumsachverständigen Michael Birke die Bäume vor Ort an. Birke erläuterte umfassend den Zustand der Ahorn-Bäume, einer Eiche und zweier Linden im Umfeld der Kirche.

Hintergrund ist, dass das Dach der katholischen Kirche unter der Nähe der Bäume leidet und demnächst saniert werden muss. Häufige Dachrinnenreinigungen sind die Folge und das Schieferdach der denkmalgeschützten Kirche muss auch wohl häufiger erneuert werden. Auch der Keller der Kirche droht in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Hier befürworteten vor Ort die Vertreter des Generalvikariats Paderborn die Fällung der kellernahen Linde.

Hinzu kommt, dass die Ahorn-Bäume und die Eiche an der Grundstücksausfahrt unter einer starken Kappung und fehlendem anschließenden Pflegeschnitt gelitten haben. Das Wurzelwerk nahm laut Michael Birke wohl Schaden, Totholz und Klebäste seien an den Bäumen zu finden. Relativ gut überstanden hätten die wohl 100 Jahre alten Linden den Beschnitt. Letzlich empfahl der Sachverständige die Fällung der beiden Ahorne und auch der Eiche am Zugang zur Kirche. Die Linden – trotz Nähe zum Keller – könnten erhalten bleiben.

 Letztlich stimmten die Mitglieder des Ausschusses auch entsprechend ab – einstimmig. Gefällt werden eben die beiden Ahorne und die Eiche. Ausdrücklich wurde aber in den Beschlussvorschlag mit hinein geschrieben, dass die Linden einen regelmäßigen Pflegeschnitt erhalten, und dass die nötigen Ersatzpflanzungen noch innerhalb der nächsten Vegetationsperiode vorzunehmen sind. Und – die aus 2008 noch nicht erfolgte Ersatzpflanzung muss auch endlich ausgeführt werden. Abgelehnt wurde zudem die beantragte Fällung der Linde in der Nähe zum Kirchenkeller.

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