Kinderpornografie auf Rechner in Neuenrade

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Neuenrade/Altena - Es ist der Vorwurf eine Straftat begangen zu haben, die sicher nicht nur bei Eltern den Blutdruck steigen lässt, sondern gesellschaftlich insgesamt besonders geächtet ist.

So muss sich ein Mann mit Wohnsitz im westlichen Ausland vor dem Altenaer Amtsgericht mit dem „Vorwurf der Verbreitung, des Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften“ auseinandersetzen. Schon am vergangenen Dienstag sollte eine Gerichtsverhandlung stattfinden, doch die Verhandlung fiel aus, weil der Mann inzwischen nicht mehr an dem Wohnsitz im Ausland anzutreffen und verzogen war. 

Ladung kann nicht zugestellt werden 

Die zuständige Sprecherin des Landgerichtes, Heike Hartmann-Garschhagen und für das Altenaer Amtsgericht zuständig, sagte auf Nachfrage, dass man dem Angeklagten die Ladung zunächst nicht zustellen konnte. Inzwischen wurde der Mann jedoch ausfindig gemacht, die Ladung zur Gerichtsverhandlung konnte zugestellt werden und ein neuer Verhandlungstermin wurde für die zweite Oktoberwoche anberaumt. 

Wie Hartmann-Garschhagen weiter erläuterte, soll sich der Mann in der Neuenrader Wohnung seiner Lebensgefährtin mit dem kinderpornografischen Material befasst haben. Wohl mit Hilfe „eines Trackers“ (angehängte Software) sei die Polizei dem Mann auf die Spur gekommen, bei einer Hausdurchsuchung sei der Rechner dann beschlagnahmt und entsprechendes Material gefunden worden, sagte Gerichtssprecherin Hartmann-Garschhagen. 

Bis zu fünf Jahre Haft möglich 

Sollte sich der Tatvorwurf als zutreffend herausstellen und eine Verurteilung nach Paragraf 184b Strafgesetzbuch in Frage kommen, so wird die Tat mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu maximal fünf Jahren bestraft.

Von Peter von der Beck

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