Kreisjugendamt wird „Rechtsanspruch gerecht“

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Bei den Kindergartenplätzen in Neuenrade kommt es momentan zu Engpässen.

Neuenrade - Mit einer Pressemitteilung für die Kindergartenplatz suchenden Eltern, meldete sich der Märkische Kreis am Montag: „Die Kindergartensituation in Neuenrade stellt sich für die Eltern, die bisher keinen Kindergartenplatz bekommt haben, als problematisch dar. Nach der Anmeldewoche Anfang Januar sind noch einige Eltern ohne die Zusage für einen Betreuungsplatz“, heißt es wörtlich in der Mail. Indes, schon am Montagabend verkündete die Neuenrader Verwaltung in der Ratssitzung, dass rund 40 Kindergartenplätze für Ü3-Kinder fehlen würden.

Von Peter von der Beck

Zudem erläuterte man, dass es von einem Immobilienbesitzer eine verbindliche Zusage geben würde, Räumlichkeiten für zwei Gruppen bereit zu stellen und dass das Jugendamt nun Träger suche. Die Informationen habe man vom „Runden Tisch“ hieß es, der am Montag getagt hatte. Beim Runden Tisch kommen Kita-Träger und Kreisjugendamt regelmäßig zusammen

In der Mitteilung des Märkische Kreises heißt es weiter, dass das Anmeldeverfahren am 24. Januar beendet worden sei und die Eltern in den vergangenen Tagen die Betreuungsverträge von den Kindertageseinrichtungen zugeschickt bekommen hätten. Und jetzt müssten sich die Eltern, die sich in mehreren Einrichtungen gemeldet hätten entscheiden, welche Kita ihr Kind besuchen soll. Der Kreis teilte weiter mit, dass sich in dieser Woche absehen lasse in welchen Einrichtungen noch Plätze zu vergeben seien. Konkrete Zahlen nennt der Märkische Kreis nicht.

In der Mitteilung heißt es: Es werde aber leider nicht für alle Jungen und Mädchen schon jetzt eine Zusage für einen Betreuungsplatz geben können. „Die zunehmende Nachfrage für Kinder unter drei Jahren und die konstante Geburtenzahl sorgen für den Engpass im kommenden Kindergartenjahr“. Seit Monaten suche das Jugendamt mit der Unterstützung der Stadt Neuenrade und den Trägern vor Ort nach Lösungen für dieses Problem. Das geschehe unter anderem durch intensive Gesprächen mit Investoren, möglichen Trägern und Kooperationspartnern.

Es zeichneten sich Ergebnisse ab, die die Betreuung der drei- bis sechsjährigen Kinder zum Herbst hin sicherstellen würden. „Das zu beteiligende Landesjugendamt ist über die Entwicklungen informiert und sichert Unterstützung zu. Im Laufe dieses Monats wird es zu Entscheidungen kommen. Dann können Eltern ihre Kinder auf den zusätzlich geschaffenen Plätzen anmelden“.

Das Jugendamt werde so dem Rechtsanspruch der Eltern mit einem Betreuungswunsch im Kindergartenjahr 2014/15 ortsnah gerecht werden können, heißt es abschließend in der Mitteilung. des Märkischen Kreises.

Während der Ratssitzung in Neuenrade herrschte bei den Räten eine gewisse Fassungslosigkeit, man hofft, dass bis zum 1. August die Situation bereinigt ist. Der Bündnisgrüne Dietrich Maurer kommentierte gar die Situation: „Der Kreis hat gepennt“.

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