27 Kinder aus vier Nationen

Vier Nationen waren in dem bunt gemischten Teilnehmerfeld vertreten. Deutsche, Türken, Tamilen und Spanier kämpften Seite an Seite um den Turniersieg. Foto: Jentzsch

Neuenrade -   Mainz singt und lacht nicht nur, Mainz kann auch gewinnen – und zwar beim Fußball. Um genauer zu werden: Beim Integrationsturnier, das der Förderverein der Neuenrader Fußballjugend am Samstag im Waldstadion ausrichtete, setzte sich das Team Mainz mit zwei Siegen und nur einem Unentschieden gegen Köln, Leverkusen und Hoffenheim durch.

27 Kinder und Jugendliche schnürten die Fußballschule, vertraten dabei vier Nationen: Deutschland, die Türkei, Sri Lanka und Spanien. Nachdem Bürgermeister Antonius Wiesemann in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der Integration in einem immer „bunter“ werdenden Deutschland eingegangen war, stürmten die Teilnehmer auf das Spielfeld, konnten die Bildung der Teams kaum erwarten. Thorsten Mertins, Vorsitzender des Fördervereins, hatte ursprünglich vorgesehen, die Teilnehmer im Alter von fünf bis 13 Jahren in zwei Altersgruppen spielen zu lassen. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Anzahl an Spielern entschieden die Organisatoren, Groß und Klein gemeinsam kicken zu lassen. Und die jungen Fußballer bewiesen, dass nicht nur unterschiedliche Nationalitäten ein gutes Team bilden können…

Im Modus jeder gegen jeden traten die vier „Bundesligisten“ gegeneinander an, lieferten sich spannende Spiele. Zwar liegen nach dem ersten Spieltag in der „echten“ Tabelle Leverkusen und Hoffenheim auf den vorderen Rängen, im Waldstadion führten indes Mainz und Köln das Klassement an.

Mit dem Turnier allein war das Programm des Fördervereins aber noch lange nicht abgehandelt. „Wir haben noch auf die Torwand geschossen, einen Speed-Schuss-Wettbewerb veranstaltet und uns anschließend geschlossen den Herausforderungen des Sportabzeichens gestellt“, erklärte Mertins. In der Kategorie härtester Schuss lagen Lukas Gischunas und Timo Mertins bei den jüngeren, sowie Mick Malms und Furkan Kartal bei den älteren Kickern ganz vorne. Lukas Girdziunas zeichnete sich nicht nur durch seinen harten Schuss aus, auch an der Torwand stellte er sein fußballerisches Talent unter Beweis und gewann den Wettbewerb.

Im Rahmen der Siegerehrung bekamen alle Teilnehmer einen Pokal überreicht, der erst fünfjährige Tim Siller erhielt als jüngster Akteur eine zusätzliche Auszeichnung. Zudem hielt die Integrationsbeauftragte Sandra Horny noch einen Eis-Gutschein für die fairste Mannschaft parat. Alle waren fair, so entschied das Los – die „Mainzer“ gewannen.

Aus sportlicher wie integrativer Sicht eine gelungene Veranstaltung, hinsichtlich der Anzahl der Teilnehmer und dem Engagement der Eltern und des Umfelds hätten sich die Organisatoren ein größeres Interesse gewünscht. Zum Beispiel musste das internationale Buffet mangels Masse ausfallen.

- Von Markus Jentzsch

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