400 Kinder bewegen sich bei der Hexendisco

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Mit flimmerndem Discolicht und nach Aufforderung drängten sich zum Ende der Veranstaltung immer mehr kleine Blocksberg-Fans vor der Kaisergartenbühne.

Neuenrade  - Bibi Blocksberg und ihre Getreuen zeigten am Samstagnachmittag mit dem Musicalspaß „Hexen, Hexen, überall“ im Saal des Hotels Kaisergarten, was aus einer leicht umgeschriebenen Hexengeschichte werden kann. Garant dafür war das engagierte Ensemble des Cocomico Theater aus Köln, das von Anfang an unterhaltsam und überzeugend das Interesse der über 400 jungen Zuschauer fand.

Im Kaisergartensaal haben in den vergangenen Jahrzehnten Veranstaltungen unterschiedlicher Art stattgefunden. Mit „Hexen, Hexen, überall“ dürfte sich aber etwas Außergewöhnliches auf den Bühne abgespielt haben. Es war nicht nur ein glitzerndes und lautstarkes „Rock in“, das im Mittelpunkt stand. Die Kölner Gruppe schaffte es mit einer Hexendisco, dass sich zum krönenden Abschluss der fast zweistündigen Aufführung immer mehr Kinder vor der Bühne versammelten, begeistert mit klatschten und tanzten, fast auf die Bühne kletterten und die Nähe zu den Schauspielern suchte.

Soviel offen gezeigte Begeisterung vom Nachwuchs ist selten, zumal dann, wenn eine Kindergeschichte mit Pop und Rock auf der Kaisergartenbühne geboten wird. Mit „Hexen, Hexen, überall“ hat die städtische Kulturbeauftragte einen fröhlich-humorigen Volltreffer gelandet. Vielen Erwachsenen und den Kindern ist Bibi Blocksberg aus spannenden Geschichten bekannt. Der Inhalt des gezeigten Musicalstücks ist nachvollziehbar und passt zu den bisherigen Bibi Blocksberg-Streichen und Erzählungen. Bibi Blocksberg steht als Nachwuchshexe samt fliegendem Besenstil im Mittelpunkt.

Bibi Blocksberg (rechts) und ihre Freundin Schubia können mit viel Power und mit neuen Ideen zur Gestaltung des Internationalen Welthexentages beitragen.

Ihren Sinn für Schabernack teilt sie mit Freundin Schubia, die schon aus der Distanz als kleine Punker-Hexe erkennbar ist. Zum Hexenduo gesellt sich die rasende Reporterin Karla Kolumna, die immer mit Kamera und Notizblock auf der Suche nach der heißen Story ist. Auch der Bürgermeister der Stadt Neustadt, der stets auf der Suche nach mehr Geld für seine Untertanen ist, mischt mit Elan in der Hexengeschichte mit. Ebenso dabei ist Bibis Mutter, die Hexenpräsidentin Amalia und die Althexen Tante Mania und Walpurgia.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Kurzfristig soll auf der Klunkerburg in Neustadt der Internationale Welthexentag (WHT) stattfinden. Allerdings dürfen Bibi und Freundin Schubia an dem Welthexentag nicht teilnehmen, da sie angeblich über zu wenig traditionelles Hexendenken verfügen.

Aber Bibi und Schubia geben nicht auf. Die Junghexen machen sich mit Widerworten für ein moderneres Hexendenken ebenso stark, wie für eine Hexendisco und eine Hexenmodenschau stark. Sie wollen dem Welthexentag mehr Schwung verleihen. Allerdings müssen sie zuvor Schloss Klunkerburg reinigen – eine schweißtreibende Aufgabe. Selbst Neustadts Bürgermeister und Sensationsreporterin Karla Kolumna verkleiden sich als Hexen und wollen an dem WHT teilnehmen.

Dass letztlich alles klappt und der Internationale Welthexentag ein Erfolg wird, ist der Cleverness von Bibi und Schubia und ihren Mitstreitern zu verdanken. Mit auffordernder und lautstarker Unterstützung ihres jungen Publikums schaffen sie das turbulente, licht- und phonstarke Ende der schwungvollen Inszenierung.

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