Kinder entdecken spielend den Wald

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Angucken aber nicht anfassen. Nelly entdeckte auf dem Waldboden einige Pilzsorten. ▪

AFFELN ▪ Janne legt einen weiteren Stein auf die Mauer. „Das wird ein Schutzwall“, sagt der Fünfjährige und fügt hinzu: „Damit das Haus sicher ist.“ Zusammen mit Phil errichtete er in einem Waldstück am SGV-Heim aus einer Baumwurzel, ein paar Stöcken und einigen Ziegelsteinen eine Unterkunft – für Zwerge.

Eine Woche lang fand der Alltag für die rund 60 Kinder der Kindertagesstätte Affeln nicht in beheizten Gruppenraum, sondern dick eingepackt im Gummistiefel und Regenkleidung im Wald statt. „Das ist für die Kinder immer ein Highlight“, sagt Renate Ernst während sie Nelly auf einer besonderen Expedition begleitet. „Ich will wissen, was hier noch alles wächst“, sagt die Vierjährige. Unter Brennnesseln entdeckt sie einige Pilze. „Angucken ja, anfassen nein“, erklärt die Erzieherin der Vierjährigen. In der rechten Hand hält Nelly einen Stock – sie zeigt auf ihn und fragt: „Darf ich damit den Pilz berühren?“ „Nein, wir wollen doch nichts kaputt machen – vielleicht will ja noch ein Tier davon essen“, antwortet Renate Ernst.

Neben dem Pilz liegt Müll. Nelly hebt das Plastik auf. „Den nehmen wir mit, damit sich kein Tier verschluckt.“

Während die Vierjährige den Müll in einen Beutel steckt, legen Tammo und Christian aus Stöcken, Steinen und Tannenzapfen ein Mandala. Derweil brutzeln einige Kartoffeln, die in Alufolie eingewickelt sind, in der Glut des Lagerfeuers vor sich. Neben den Erdäpfeln gibt‘s Würstchen vom Grill. Danach sausen die Kinder wieder los in den Wald – zum Erforschen: Sie krabbeln und klettern über die Baumstämme, bauen Hütten und Unterkünfte für Zwerge – ehe es mit dem Bollerwagen zurück geht in die Kindertagesstätte. „Bis nächstes Jahr wird das Zwergenhaus halten“, meint Janne, „und dann sind wir wieder hier und bauen neu.“ ▪ Matthias Clever

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