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Keine Nachfolger gefunden: KFD Küntrop wird aufgelöst

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Von: Michael Koll

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Offiziell als Vakanz-Beauftrage gewählt wurden Stephanie Kandzior (links) und Waltraud Sandt.
Offiziell als Vakanz-Beauftrage gewählt wurden Stephanie Kandzior (links) und Waltraud Sandt. © Koll, Michael

Die Auflösung der Katholischen Frauengemeinschaft Küntrop (KFD) wurde von 34 Anwesenden bei der Generalversammlung am Mittwochnachmittag in der Küntroper Schützenhalle einstimmig eingeleitet.

Küntrop – Zunächst befindet sich die Küntroper KFD nun für zwölf Monate in einer sogenannten Vakanz. Grund dafür ist, dass am Mittwoch drei der Frauen aus dem fünfköpfigen Vorstandsteam ausschieden, dafür allerdings nicht genug Nachfolgerinnen gefunden werden konnten.

Vorstandsmitglied Stephanie Kandzior erläuterte den Anwesenden, dass auch eine Fusion mit einer KFD aus dem Umkreis möglich gewesen sei. In Affeln, Garbeck und Langenholthausen gibt es noch KFD-Gruppierungen. Letztere sei eine ernsthafte Option gewesen, doch dort sei das gesamte Vorstandsteam erst ganz frisch im Amt. Denen wollten die Küntroperinnen nun nicht auf einen Schlag 127 weitere Mitglieder zumuten, die sie zu betreuen hätten.

Im Rahmen der nun begonnenen Vakanz verwalten zwei sogenannte Vakanz-Beauftragte die Küntroper Ortsgruppe. Kandzior wurde am Mittwoch zur Mitglieder-Beauftragten gewählt. Die eigentlich am Mittwoch aus dem Vorstand ausgeschiedene Waltraud Sandt fungiert als Finanz-Beauftragte.

Allerdings wurde beschlossen, keine Beiträge mehr einzuziehen. Denn Kennzeichen der Vakanz ist, dass die in Auflösung befindliche KFD keine Veranstaltungen mehr durchführt. Kandzior erläuterte die Gründe für dieses Vorgehen: „Wenn nichts mehr stattfindet, vermissen einige Mitglieder vielleicht etwas – und sind dann unter Umständen doch bereit, Vorstandsarbeit zu übernehmen.“

In Küntrop allerdings wird genau das anders aussehen. Die Organisationsteams des Montagskreises und auch des Klön-Cafés haben sich im Zuge der drohenden KFD-Auflösung faktisch von der Frauengemeinschaft ausgegliedert. Sie werden ihre Treffen weiter eigenständig organisieren.

Diese Veranstaltungen finden nun unter dem Dach der Kirche statt – und sind auch über diese nun versichert. Da es sich dabei um die einzigen in der jüngsten Vergangenheit noch gut besuchten KFD-Angebote handelt, könnte es sein, dass durch diesen Dreh die Vakanz wirkungslos verpuffe, vermutete Kandzior. Denn unter diesen Umständen werde möglicherweise keine der Frauen etwas vermissen.

Folge sei, dass bei einer neuerlichen Mitgliederversammlung in zwölf Monaten, die Auflösung der KFD St. Georg Küntrop zum Jahresende 2023 dann auch formal beschlossen werden könne, wenn sich bis dahin unter Umständen weiterhin kein neuer Vorstand gebildet haben sollte.

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