Kein Weihnachtsmarkt in Neuenrade

In diesem Jahr wird es keinen Weihnachtsmarkt in Neuenrade geben.

NEUENRADE - Für viele ist ein Weihnachtsmarkt fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Adventszeit. In Neuenrade aber müssen die Bürger in diesem Jahr darauf verzichten. Auch der mit dem Markt verbundene verkaufsoffene Sonntag wird in Neuenrade nicht mehr stattfinden.

Dies teilte nun Klaus Filter, Vorsitzender des Neuenrader Einzelhandelsverbandes und Leiter der Projektgruppe Einzelhandel, in einer Ankündigung mit.

„Insbesondere die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass es immer schwieriger wurde eine angemessene Zahl an Ausstellern für den Markt zu gewinnen“, erklärt Filter das Aus des Weihnachtsmarktes. Auch die Anzahl der Besucher, vor allem in den Nachmittagsstunden, sei stetig rückläufig gewesen. Der Weihnachtsmarkt habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer „Weihnachtsfete“ entwickelt, die erst mit einsetzender Dämmerung begann.

Filter weiter: „Das gemütliche Beisammensein mit Essen und Trinken stand absolut im Vordergrund und hat das Bummeln und Einkaufen von Geschenkartikeln an den Markständen und im Gemeindehaus nahezu vollständig verdrängt.“

Filter aber betont, dass er die zurückliegenden Weihnachtsmärkte und besonders die stimmungsvollen Abende bei weihnachtlicher Atmosphäre gut in Erinnerung behalten werden. Auch in den kommenden Jahren auf einen Weihnachtsmarkt zu verzichten, kommt für Klaus Filter daher nicht in Frage. Die Entwicklung habe ihm gezeigt, dass eine Überarbeitung des Konzeptes dringend erforderlich sei. Aus diesem Grund sei die Projektgruppe Einzelhandel des Neuenrader Stadtmarketings zu dem Entschluss gekommen, das Konzept des Weihnachtsmarktes umzustrukturieren.

Der Plan, so Filter in seiner Mitteilung, sieht vor, bis zum Ende diesen Jahres eine Planungsgruppe zusammen zu stellen, die die Aufgabe der Umstrukturierung übernehmen soll. Alle bisherigen Teilnehmer, egal ob Vereine, Gruppen oder Einzelpersonen seien dazu eingeladen.

„Erste Überlegungen gehen dahin, ein kleines Weihnachtsdorf aus einheitlichen Holzhütten aufzubauen, dass dann über mehrere Tage steht“, verrät Filter erste Überlegungen. Es solle dann in der Woche beispielsweise dienstags bis freitags nur in den Abendstunden von 17 bis 21 Uhr geöffnet sein. Parallel dazu würden die Geschäfte an einigen Tagen für ein sogenanntes „Christmas Shoppin“ abends länger geöffnet bleiben, so die Vorstellung des Stadtmarketings. Ergänzend dazu solle es kleine Veranstaltungen geben.

An dem Samstag könne dann der Abschluss ähnlich einer Weihnachtsfete sein. Als Standorte schweben den Organisatoren der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz oder die Gertrudenpassage in Verbindung mit dem Bereich evangelischen Kirche vor. „All dies“, so Filter, „sind jedoch nur erste Überlegungen, die noch in alle Richtungen weiter entwickelt werden müssen.“ Für Anregungen und Ideen steht Filter unter Telefon 0 23 92/6 13 64 zur Verfügung.

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