Wer muss die Blätter wo entfernen?

Laubfegen im Herbst: Das müssen Sie wissen

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Städtische Fußwege und öffentliche Anlagen werden von den Stadtwerken Neuenrade gereinigt.

Neuenrade - Das Herbstlaub, das auf Straßen und Gehwegen landet, bereitet nicht nur den Mitarbeitern der Stadtwerke Neuenrade Arbeit. Die Beseitigung des Laubs ist auch Aufgabe der jeweiligen Hausbesitzer.

Die Straßen in Neuenrade werden auch im Herbst, wenn sich das Laub ansammelt, einmal im Monat von den Stadtwerken Neuenrade mit einer Kehrmaschine gesäubert. Für Fußwege und Plätze haben die Stadtwerke laut Mitarbeiterin Gabriele Teschner eine kleinere Maschine, Gehwege sind allerdings laut der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung grundsätzlich von den Anwohnern zu reinigen, falls diese vorhanden sind. 

Stadt ist nicht immer für die Fahrbahn zuständig

Laut dem Straßenverzeichnis der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung gibt es in Neuenrade auch einige Straßen, in denen die Anlieger sowohl den Gehweg, falls dieser vorhanden ist, als auch die Fahrbahn reinigen müssen. Häufig sind das Sackgassen oder kleine Verbindungswege. In verkehrsberuhigten Bereichen übernimmt die Stadt die Reinigung des Fahrbahnbereichs, die Anlieger sind für „Teile der Mischfläche, die optisch erkennbar von der Fahrbahn getrennt sind und ausschließlich dem Fußgängerverkehr dienen“, zuständig. 

An den meisten Straßen Neuenrades ist die Zuständigkeit durch den abgegrenzten Bürgersteig klar zu erkennen. Einen Stichtag, ab dem Hauseigentümer zum Laubfegen verpflichtet sind, gibt es aber nicht. Wie bei Schneefall und Eisglätte muss jeder abschätzen, ob die Beseitigung notwendig ist, festgehalten ist in der Satzung aber eine wöchentliche Reinigung. 

Gehweg muss unfallfrei sauber sein

„Der Gehweg muss unfallfrei sauber sein. Wenn jemand dort ausrutscht und das auf das Laub zurückzuführen ist, wird es kritisch“, erklärt Teschner. Dabei ist es egal, ob das Laub von Bäumen auf dem eigenen Grundstück stammt oder nicht. 

Zuständig ist ein Anwohner immer für den an sein Grundstück angrenzenden Gehweg. „Von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze“, erklärt Gabriele Teschner. Streitigkeiten, bei denen sich die Eigentümer nicht zuständig fühlen, habe es in der Vergangenheit auch schon gegeben. Meistens handele es sich dabei aber um Nachbarschaftsstreitigkeiten, wenn der Baum des Nachbarns Laub auf den „eigenen“ Gehweg verliert. „Da haben wir dann aber nicht viel mit zu tun“, sagt Teschner. 

Laub im Garten hilft vielen Tierarten 

Im eigenen Garten muss das Laub selbstverständlich nicht entfernt werden. Wer Insekten, Igeln und anderen Tieren etwas Gutes tun möchte, kann die Blätter auch zusammenrechen und liegen lassen. Wie der Naturschutzbund (Nabu) auf seiner Internetseite erklärt, können neben Igeln auch Schmetterlingslarven, Regenwürmer, Käfer, Raupen und viele weitere Insekten unter den Blättern überwintern. 

Im Frühjahr beleben dann nicht nur die Insekten, sondern auch Vögel und Kröten den Blätterhaufen im Garten. Wer etwas Platz sparen möchte, kann die Blätter auch auf Beeten und unter Bäumen ausbreiten. Von dem Einsatz eines Laubsaugers rät der Nabu außerdem dringend ab: „Millionenfach werden Kleinstlebewesen zusammen mit dem Laub aufgesaugt und zerstückelt“, heißt es. Außerdem richte das Gerät mit der enormen Lautstärke und dem bei Verbrennungsmotoren üblichen Ausstoß von gesundheitsschädlichen Abgasen wie Kohlenwasserstoff, Stickoxid und Kohlenmonoxid Umweltschäden an. 

Bringhof nimmt Blätter an

Wer die vielen Blätter dennoch entsorgen möchte, kann sie kostenlos zum Bringhof in Neuenrade bringen. Der Grünabfallcontainer steht dort ganzjährig zur Verfügung. Im Dezember werden allerdings die Öffnungszeiten verkürzt und damit auch ein kleinerer Container bereitgestellt.

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