Kaum Schlaf, viel Arbeit

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Sarah und Pia (rechts) kommen gerne als Servicekräfte ins Sauerland – auch weil man hier besonders nett mit ihnen umgeht.

NEUENRADE - Mehr oder weniger melodiöse Schützengesänge und gecoverte Charthits, schwülwarme und zum Schneiden dicke Luft, der Duft von Bierfahnen und feuchten Hemden – das ist nicht unbedingt die Arbeitsatmosphäre, die man sich wünschen würde.

Indes, für Pia und Sarah gehört das zum Geschäft. Sie gehören zu der Truppe, welche in Neuenrade die Schützenfestbesucher mit Getränken versorgt. Sozusagen im Akkord bedienen sie die durstigen Zeltbesucher und das fast rund um die Uhr.

Während die Schützen feiern, müssen die Servicekräfte zum Teil Schwerstarbeit leisten: Hinter der Theke und im Zelt. Viel Schlaf bekommen sie nicht an diesen vier Tagen zwischen Zeltparty am Freitag und dem sehr frühen Dienstagmorgen. Auf knapp 15 Stunden schätzen sie die Schlafmenge und erst gegen 3.30 Uhr war gestern früh für Sarah und Pia endlich Feierabend. Sie durften heim ins norddeutsche Vechta/Diepholz, wo dann auch schon die nächsten Feste warten. Das „Erntefest und die Märkte“ gilt es dann abzuarbeiten. Unter dem Strich sind die Kellnerinnen auf vielen Festen dieser Republik unterwegs: „Jedes 3. Wochenende“. Pia ist schon lange im Geschäft, arbeitet seit dem 17. Lebensjahr in der Branche, Sarah ist vier Jahre dabei. Insgesamt ist es eine Truppe von 35 bis 40 Personen, die sich um den Durst der Zeltbesucher kümmert.

Ins Sauerland kommen sie gerne, jüngst in Meinerzhagen und jetzt eben Neuenrade. „Die Sauerländer sind nett“, die Kellnerinnen würden ordentlich behandelt. Das sei bei einigen norddeutschen Festen eben nicht so.

Pia und Sarah machen ihren Job in Neuenrade offensichtlich gerne. Sie haben sich schick gemacht und arbeiten mit Freude hinter der Theke. Und guten Service honorieren die Schützen und ihr Gefolge und so bekommen die Norddeutschen Servicekräfte auch Trinkgeld. „Das wandert in einen großen Topf und wird unter allen aufgeteilt“. - Von Peter von der Beck

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