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Kaisergarten-Pächter: Eine Regelung ist (vorerst) gefunden

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Bürgermeister Antonius Wiesemann (links) und die Geschäftsführer der Kaisergarten GmbH, Gerhard Schumacher und Marcus Henninger (rechts) freuen sich, dass das Ehepaar Groke nach 15 Jahren für ein weiteres Jahr unterschrieben hat.

Neuenrade – Engelbert und Cornelia Groke werden für ein weiteres Jahr Pächter des Kaisergartens blieben. Sie machen damit offiziell, was sie der Kaisergarten GmbH und ihrem Vorstand sowie Bürgermeister Antonius Wiesemann versprochen haben.

Sollte kein Nachfolger gefunden werden, würden sie die Stadt/die Kaisergarten GmbH nicht im Stich lassen. Bürgermeister Antonius Wiesemann, die beiden Kaisergartengeschäftsführer Marcus Henninger und Gerhard Schumacher sowie das Ehepaar Groke schlossen den Vertrag – gleich für ein Jahr. 

Schumacher sagte: „Wir sind froh, dass wir die Übergangslösung für ein Jahr gefunden haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Pächter zum Wohle der Kaisergarten GmbH noch einmal einen Vertrag unterschreibt.“ So hätten alle Gäste, alle Firmen, die mit dem Kaisergarten kalkulieren, Planungssicherheit. „Daher sind wir den Eheleuten sehr dankbar“. 

Saal, Restaurant und Hotel machen viel Arbeit

Für den 61-jährigen Groke war der körperliche Aspekt der Grund dafür, dass er nach 15 Jahren den Vertrag ursprünglich zum 30. April auslaufen lassen wollte. Saal, Restaurant und Hotel – das sei viel Arbeit. Es ist nicht so einfach für ein Objekt wie den Kaisergarten jemanden zu finden, der diese Aufgabe bewältigen kann. Da sind der Hotelbetrieb, der Saal mit seinen vielfältigen kulturellen Veranstaltungen sowie das Restaurant zu bewältigen. Das geht nur mit Profis. Deshalb haben Wiesemann und Co. auch „alle relevanten Kanäle“ bedient und sich zudem „von Fachkräften beraten“ lassen. Es gibt zudem spezielle Makler. Indes – bisher blieben die Bemühungen ohne Erfolg. So gab es jene, die sich die Führung des großen Objektes zutrauten, umgekehrt die Vertreter der Kaisergarten GmbH aber nicht. Es gibt durchaus nach wie vor Interessenten. „Wir sind in Gesprächen“, so formulierte es Gerhard Schumacher gestern. So suchen Wiesemann und Co. nach einem Pächterehepaar, das den Betrieb auch mit einem gewissen Herzblut betreibt. „Da muss man schon schauen, dass wir so gute Nachfolger finden. So etwas kann man nicht übers Knie brechen,“ hieß es gestern. 

Von der Größe her sei das Objekt sehr arbeitsintensiv. 24/7 – also rund um die Uhr sieben Tage pro Woche, müsse man sich da schon kümmern. Das alles hinterfragt die Führungsmannschaft der Kaisergarten GmbH. Herzblut, Fachkompetenz und eine langfristige Vertragsbindung – die Suche ist alles andere als einfach. Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Wir sind auch auf Leute zugegangen und haben gefragt.“ Doch niemand habe angesichts des Pensums Interesse gezeigt. Die Gefragten hätten ihre eigenen Betriebe und Vorstellung von der Work-Life-Balance – und abgewunken. 

Sicherheit für die Beschäftigten

Marcus Henninger betonte zudem, dass mit der Vertragsverlängerung ja auch ein Signal ausgehe – an die Beschäftigten, die nun Sicherheit hätten. Die Signalwirkung gelte auch für potenzielle Nachfolger; sie hätten die Möglichkeit das eingespielte Personal zu übernehmen. Und gutes Personal sei ein nicht zu unterschätzender Faktor in dieser Branche, sagte Henninger. 

Unlängst wurde seitens der Verpächter auch signalisiert, dass man in Abhängigkeit von etwaigen Konzepten auch bereit für Investitionen sei.

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