Frieda Braun läuft zur Höchstform auf

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Einfach herrlich komisch: Karin Berkenkopf als Frieda Braun. ▪

NEUENRADE ▪ Schon allein ihr Anblick und ihre Mimik ließen manchen Besucher nicht zur Ruhe kommen. Und wenn Karin Berkenkopf in ihrer Rolle als schrullige Frieda Braun erst richtig los legt, dann bleibt kaum ein Auge trocken.

Deshalb waren die Veranstalter des Kabaretts, der Freundeskreis „Augenblick mal“, auch gut beraten, die Aula an der Niederheide gleich für zwei Abende hintereinander zu buchen. Und selbst die 200 Karten, die für jeden Abend zur Verfügung standen, reichten nicht aus, um alle Interessenten zu bedienen. Dementsprechend groß war die Freude beim Freundeskreis, der Frieda Braun zum vierten Mal in Neuenrade begrüßte und sichtlich stolz war, so einen Kabarett-Knüller präsentieren zu können. Am Samstag kündigten die Vorstandsmitglieder Silvia Ehm und Lutz Neckenbürger die Show mit dem Zusatz an: „Vom Bürgermeister für gut befunden“. Eine Auszeichnung, die sich Frieda am Freitag mit ihrem neuen Programm „Rolle vorwärts“ redlich verdient hatte.

Zum Glück für das Publikum hat Frieda einen großen Freundeskreis und dementsprechend einiges zu berichten. Zum Beispiel von Fine und ihrem Mann Otto, der mit Leib und Seele Berufsfeuerwehrmann war, im Rentenalter aber noch lange nicht loslassen kann. Auch in den eigenen vier Wänden praktiziert Otto den Leitspruch der Blauröcke und schützt, birgt und rettet, was das Zeug hält – nicht immer zur Freude seiner Frau. Dass Stress vorprogrammiert ist, als Otto einen sechstägigen Urlaub bei der Messe für Lebensretter „Interschutz“ in Leipzig bucht, verwundert kaum. Fine bleibt gelassen und verspricht: „Dafür räche ich mich“.

Herrlich wie Frieda aus ihrem Leben erzählt, aus scheinbar profanen Situationen Kabarett-Unterhaltung der herausragend komischen Art zaubert und die Herzen der Menschen im Sturm erobert. Die 400 Besucher nahmen ihr den Angriff auf die Lachmuskeln wohl kaum übel. Frieda darf mit Sicherheit gerne wieder kommen. ▪ maj

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