Viel Applaus für Kalle Pohl 

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Zwischen den Wortbeiträgen lockerte Kalle Pohl sein Programm mit zahlreichen, rheinisch eingefärbten, Liedern auf uns spielte dabei auf dem Akkordeon.

Neuenrade – Ob Kellner, Briefträger oder Polizeihauptwachtmeister: Kalle Pohl hat in seinem Leben schon viele Rollen ausgefüllt.

Dass mussten auch Silvia Ehm und Lutz Meckenbürger vom Freundeskreis „Augenblick Mal“ neidlos anerkennen, als sie am vergangenen Freitagabend den gebürtigen Rheinländer nach mehr als zwei Stunden, einer Zugabe und viel Applaus von der Bühne des Festsaals Niederheide verabschiedeten. Ihn hatten sie, übrigens als zweiten Mann überhaupt, zum traditionell einmal im Jahr stattfindenden Kabarettabend eingeladen. 

Zuvor hatte Kalle Pohl zum vorletzten Mal sein Programm „Offen und ehrlich - von allem das Beste“ aufgeführt. Ganz in Rente will der vielseitig begabte Künstler allerdings nicht gehen: „Theater spiele ich ja immer noch gelegentlich.“ In seinem Abschiedsprogramm hatte der Dürener im wahrsten Sinne des Wortes den Hut als Kabarettist und Musiker auf und spannte einen Bogen „zwischen Memoiren und Witzebuch.“ Immer wieder ließ er sein „Leben, Verwandte und andere Katastrophen“ Revue passieren und brachte dabei bekannte Persönlichkeiten wie seinen Vetter Spack Hein, Tante Mimi oder Onkel Johannes aufs Tableau.

Neben politischen Seitenhieben nach rechtsaußen und einem Streitgespräch mit der Gattin über den Unterschied zwischen Butter und Margarine und warum beides überhaupt nicht geht, machte sich Kalle Pohl auch Gedanken über die Zukunft. „Später, wenn die Senioren in der Mehrheit sind, wird alles anders sein.“ Nicht nur, dass auf einen Falschparker gleich drei Rentner kämen, die ihn anzeigen könnten: „Wir Alten der Zukunft werden hip sein und Hörgeräte mit einem Spotify-Konto haben."

Zwischen den Wortbeiträgen griff Kalle Pohl immer wieder zum Akkordeon, um „einen Hit von mir zu spielen, der noch nicht so bekannt ist." In einem dieser Lieder nahm er den Club-Urlaub auf die Schippe und machte sich über „Heiko, Meike und Max“ lustig. Das Publikum sang an dieser und auch an anderer Stelle übrigens kräftig mit. 

Auch der Umgang zwischen Mann und Frau sollte während des Programms nicht zu kurz kommen („Ich bin der Einzige in meiner Familie, der eine geschlechtergerechte Sprache spricht“). Auch wenn Komplimente und das Tanzen („Ich hatte schon so manche Eroberung in Aussicht“) im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht förderlich sei, könne dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen „wahnsinnig pedantisch, festgelegt und überhaupt zu kritisch“ seien. Dabei dürften doch „Äußerlichkeiten in der Erotik eigentlich keine Rolle spielen“, folgerte Kabarettist Kalle Pohl in seinem Programm, bestehend aus Liedern, Gedichten und Komik.

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