Jugendnetzwerk soll Neuenrade nach vorne bringen

Neuenrade - Vielleicht hätte das, was am Donnerstagabend im Kulturschuppen besprochen wurde, auch „Mark und Jörg“ gefallen. Dies hoffte zumindest Bürgermeister Antonius Wiesemann, der die Kick-Off-Veranstaltung zur Bildung eines Jugendnetzwerks begleitete.

Die unbekannten Jugendlichen („Ich hätte sie gerne mit einbezogen“) hatten in der Vergangenheit kritisiert, dass in Neuenrade nichts los sei. 

Diesem Eindruck widersprachen alle Beteiligten: neben Wiesemann waren dies Sandra Horny (Stadtbücherei und Zilius), Kristin Scholl (Schulsozialarbeiterin), Wolfgang Schulte (Forum Neuenrade), Leader-Regionalmangerin Annika Kabbert und Vertreter von 22 Vereinen. 

Angebote sind nicht ausreichend bekannt 

Wiesemann machte deutlich, dass ihn die Jugendarbeit schon seit mehreren Jahren begleite. „Gute Schulen und eine ärztliche Versorgung gehören genauso in eine Stadt, wie die Jugendarbeit.“ Hier klaffe allerdings eine Lücke in der Altersgruppe zwischen zwölf und 18. Das Problem sei, dass der eine vom anderen nichts wisse und die Vielfalt der bestehenden Angebote nicht ausreichend bekannt sei. 

Die Lösung soll ein Jugendnetzwerk sein, das durch Gelder aus dem Leader-Programm der Europäischen Union gefördert wird. Damit dies mit und für die Jugendlichen geschieht, soll dies nicht durch eine „Alibi-Beteiligung“, sondern durch echte Partizipation erreicht werden. „Die Ideen müssen von den Jugendlichen kommen“, so Wiesemann. 

Andere Initiativen vorgestellt

In diesem Zusammenhang stellte Kabbert Initiativen aus anderen Regionen vor, die bereits realisiert worden sind: ein Jugendraum in Westenfeld bei Sundern und ein Band-Coaching-Projekt aus dem Siegerland. In Zukunft soll es um Vorhaben gehen, für die sich mindestens zwei Partner an einem physischen oder aber auch an einem digitalen Ort zusammenfinden: „Ein Netzwerk braucht auch eine Werkstatt“, so Horny. Eine Handy-App könne auch eine Möglichkeit sein und fand breite Zustimmung. 

Die Aufbauarbeit wird, sobald die Gelder bewilligt sind, durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter (angedacht sind 20 Stunden pro Woche) koordiniert. Richtig los geht es nach den Sommerferien. Dann aber richtig, wie Wiesemann betonte: „Wir wollen kein Blabla, sondern konkret etwas umsetzen.“ Damit keine Idee unter den Tisch fällt, ist im September eine Konferenz geplant. 

Am Ende der Diskussion stand ein klares Stimmungsbild: von den anwesenden Vereinen hatten 17 bereits ihre Teilnahme und Unterstützung fest zugesagt. „Wir müssen es jetzt anpacken“, so Wiesemann. Vielleicht sind dann auch Mark und Jörg irgendwann mit dabei.

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