Zeugnis für Neuenrade

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Der jüngst erst eingeweihte Calisthenics-Park wurde von den Kleineren in Beschlag genommen.

Neuenrade - Dezentral fand die zweite Jugendkonferenz in Neuenrade statt. Und trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, war für jeden etwas dabei.

In Kleingruppen beschäftigten sich die Kleinen und die Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Aktivitäten. Interessensgebiete wie auch Hygienebereiche blieben dabei perfekt voneinander getrennt. Der jüngst erst eingeweihte Calisthenics-Park wurde von den Kleineren in Beschlag genommen. Rund herum probierten die Mädchen und Jungs auch ältere Trimm-Dich-Geräte aus. Und ganz im Sinne der Sportart Parcours wurden im Handumdrehen auch etwa Treppenstufen zu sportlichen Herausforderungen, die die Kinder schnell in den Griff bekamen. 

Gemächlicher ging es auf dem Schulhof der benachbarten Hönnequell-Schule zu. Dort stand ein Foodtruck, an welchem sich die Teilnehmer der Jugendkonferenz in den Aktionspausen stärkten. Auf der Freifläche zwischen Schulhof und Jugendzentrum standen indes einige Sofas. Diese erhielten – beinahe im wahrsten Wortsinne – einen neuen Anstrich. Der Lüdenscheider Künstler Yves Thomée und Bernhard Reynaud aus Neuenrade leiteten in einem Graffiti-Workshopdie Teenager an, welche diese alten Sitzgarnituren neu gestalten wollten. Benutzt wurden die Sitzgelegenheiten dann bei der Veranstaltungsreihe „Rock im Wohnzimmer“ im Jugendzentrum Niederheide. 

Auf dem Parkplatz eben dieser Jugendeinrichtung spielten derweil einige Jugendliche Schach oder Tischtennis. Ein paar Meter weiter, genauer gesagt im Stadtpark, griff die Werdohler Künstlerin Annette Kögel mit zehn Heranwachsenden im Alter von zehn bis 15 Jahren zu den Pinseln. Drei von ihnen hatten noch keinen Kursus bei Kögel in der Kinderkunstwerkstatt (Kiku) mitgemacht. „Die anderen sind Wiederholungstäter“, sagte Kögel und lachte.

 Sie hübschten die dortigen Chillsteine auf. „Eigentlich war der Plan, die Gestaltung der Motive nicht zu verändern“, verriet Kögel. „Doch jetzt ist uns das Blau ausgegangen und wir müssen doch improvisieren“, stellte sie voller Tatendrang fest. Lena und Jule halfen ihr zu diesem nachmittäglichen Zeitpunkt dabei, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Die anderen waren gerade zum Foodtruck aufgebrochen. 

In dessen Nähe saß auch Jugendnetzwerk-Leiterin Agnes Tramberend. Sie begutachtete die Ergebnisse einer Polaroid-Fotosafari. Einige Nachwuchs-Bildkünstler waren in den Stunden zuvor durch die Neuenrader Innenstadt gezogen und hatten Dinge im Bild festgehalten, die sie „gut“ oder „schlecht“ fanden. Lob gab es dabei für die Kiku, für das Jugendzentrum und für das Karussell Karlo. Miese Noten bekam allerdings das ehemalige Kino. „Da müsste wieder ein neues einziehen“, befanden die angehenden Polaroid-Künstler einhellig. Agnes Tramberend versprach ausdrücklich, diesen Wunsch an den dann neu gewählten Bürgermeister weiter zu tragen.

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