„Jedem Kind eine Chance“

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Die EU-Parlamentarierin Birgit Sippel diskutierte mit dem Neuenrader Ortsverein. ▪

NEUENRADE ▪ Birgit Sippel, die für die SPD im EU-Parlament tätig ist, besuchte am Mittwochabend die Neuenrader Sozialdemokraten, stellte anfangs ihre Ansichten vor und stand ihrem Auditorium anschließend Rede und Antwort. „Von Neuenrade bis Brüssel: Neue Wege in der Bildungspolitik“ lautete das Motto des facettenreichen Abends, denn tatsächlich streiften die Diskussionspartner eine Vielzahl von Themenbereichen. Dementsprechend interessant und informativ verlief das Treffen.

Europa solle ein Raum des Wohlstands sein, sagte Sippel zu Beginn ihres Referats und hing an, dass der nicht von allein käme. Dafür müsse man arbeiten. Grundstein des Wohlstands sei eine gute Bildung, Aus- und Weiterbildung eingeschlossen, sagte die EU-Parlamentarierin. „Jedem Kind eine Chance“, fordert sie einen Zugang zur Bildung, unabhängig von der Herkunft oder dem gesellschaftlichen Status. Dass Bildung Geld kostet, gab Birgit Sippel zu, fügte aber postwendend an, dass es deutlich mehr kostet, wenn Jugendliche keine Perspektiven haben und anschließend ihren Lebensunterhalt ohne Unterstützung durch den Staat nicht sicherstellen könnten.

Im Rahmen der Diskussion ging Sippel auch auf die Neuenrader Gemeinschaftsschule und europäische Schulprogramme ein. Grundsätzlich sei eine Reform im Bildungswesen dringend nötig. Erfahrungen in anderen europäischen Ländern würden bestätigen, dass längeres gemeinsames Lernen, wie es in einer Gemeinschaftsschule praktiziert wird, einen höheren Bildungsstandard zur Folge hätte.

Birgit Sippel ging zudem auf die aktuellen Diskussionen um den Wandel in der Energiepolitik ein und stellte Österreich, als einziges europäisches Land ohne Atommeiler, als positives Beispiel heraus.

Markus Jentzsch

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