Jazzkonzert mit spezieller Mischung

Die Musiker hatten Spaß an ihrem Konzert -   Fotos: Jentzsch

Neuenrade -   Als Crossover-Jazz bezeichnen Felix Krampen und Uli Bär ihre Musik. Spätestens nach zwei Stücken war jedem Zuhörer beim Konzert des Duos jüngst in der Villa am Wall klar, was der Gitarrist und der Kontrabass-Mann damit meinen.

Crossover bedeutet so viel wie Kreuzung oder Überschneidung. Und genau das können diese beiden Saiten-Virtuosen ganz hervorragend. Der Zuhörer erkannte sicher klar die Beatles, aber irgendetwas anderes war ebenfalls in dem Eröffnungsstück enthalten.

Bär und Krampen lassen verschiedene Stücke zu etwas Neuem verschmelzen. Interessant, spannend, unterhaltsam - und niemals langweilig. Richtig jazzig wurde es erst etwas später.

Danach stimmte das Duo, dass bereits seit der Jugend zusammen musiziert und anschließend gemeinsam Musik studierte, auch mal Werke bekannter Jazz-Größen an. „Wir bieten Crossover-Jazz mit Elementen aus dem Folk, dem Pop und der Klassik“, erklärte Felix Krampen, der aus der Nachbarstadt Hemer stammt. Außergewöhnlich wird dieses Projekt dann durch die wohl absolut seltene Kombination aus Gitarre und Kontrabass. „Ein ganz spezieller Sound“, meinte der Unnaer Musiker Uli Bär, der dem Neuenrader Publikum noch etwas Persönliches mitgebracht hatte. Denn: Bär hatte eigens für das Event Kulturhauptstadt Ruhr 2010 ein Stück komponiert, das er den Hönnestädtern natürlich nicht vorenthalten wollte. „Tango unter dem Hochofen“ lautete der Titel der Komposition.

Uli Bär und der Felix Krampen mischten von Beatles bis Bach, spannten einen fesselnden Bogen durch Tempi- und Sound-Wechsel, stellten ihr musikalisches Talent und ihr Gespür für den Klang eindrucksvoll unter Beweis. „Wir machen, was uns Spaß macht. Und freuen uns, wenn es auch andere anspricht“, brachte Uli Bär das Konzert-Konzept auf den Punkt oder: Streicheleinheiten für die Seele, so könnte man das Konzert der gereiften Jugendfreunde auch zusammenfassen -

Von Markus Jentzsch

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