Jam-Session in Neuenrade: Kunst für den Augenblick

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Er macht es sich mit der Musik bequem. ▪

NEUENRADE ▪ Die Kunst, die bei „La Petit“, der Jam-Session in Neuenrade, entsteht, ist vergänglich und funktioniert für den Augenblick.

Jeder Musiker zeige, was er könne und „jeder darf spielen was er will“, sagt Christian Schulte-Backhaus. Er ist einer der Initiatoren von „La Petit“, einer Jam-Session, die am Wochenende im Duda stattfand.

Es ist eine besondere Atmosphäre an diesem Samstag: Die unterschiedlichen Musiker wachsen während ihres gemeinsamen Spielens zusammen – und über sich hinaus. Die Stimmung ist gut, freundschaftlich und familiär. Die Musik psychedelisch, rockig, verträumt oder hart; experimentell und individuell. Unweigerlich kommt eine Art Woodstock-Stimmung auf, die Musik geht ins Innere. Größen wie Jimi Hendrix, die Doors und Pink Floyd kommen einem in den Sinn, wenn ein Teil der knapp 20 Musiker zum Instrument greift. Wer gerade nicht spielt, wippt die sich ergebende Melodie mit. Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

Die ganze Veranstaltung habe die Vernetzung als Ziel, sagt Christian Schulte-Backhaus im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie sei da, um Musiker kennenzulernen; wobei auch von den kurzen Wegen profitiert würde. „Der eine kennt den, der andere den“, erklärt Schulte-Backhaus das Konzept. Gemeinsam mit seinem Bruder Claudius Schulte hatte er das Projekt vor sechs Jahren erstmals ins Leben gerufen; seinerzeit entstand aus dieser Veranstaltung das Rumo Tripot Festival am Breitenbruch in Küntrop. Eine Wiederholung von La Petit, dem Selbstversorgerwochenende von und für Musiker, schließen die Geschwister nicht aus. So gebe es mit dem Festival ein Event des alternativen Spektrums im Herbst, mit der Jam-Session eins am Anfang des Jahres. Unter dem Motto „Jammen rund um die Uhr“ hatten Schulte und Schulte-Backhaus Freunde, Bekannte und Befürworter der Rockmusik in den Proberaum im Duda eingeladen. „Strom liegt an, Verstärker sind da, ebenso die Drums, Keys, Grill, Licht und so weiter“, war der Einladung zu entnehmen.

– Bis nach Mitternacht jammten die Musiker, was das Zeug hielt; auch das Fachsimpeln gehörte bei der Veranstaltung dazu. ▪ Annette Kemper

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