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Jahrhunderte alte Eiche: Die letzten Wallbrettchen gehen in den Verkauf

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Von: Peter von der Beck

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Claudius Schulte und Andreas Raphael haben noch Brettchen.
Claudius Schulte und Andreas Raphael haben noch Brettchen. © Peter von der Beck

Wer noch ein Neuenrader Brettchen aus Jahrhunderte altem Eichenholz haben möchte, hat nun die Gelegenheit dazu. Andreas Raphael und Claudius Schulte haben Restbestände aus einem dicken alten Ast.

Neuenrade – Die Brettchen werden dann im Subraumstudio von Andreas Raphael an der Ersten Straße 31 am Dienstag zwischen 16 und 20 Uhr verkauft. Die Wall-Brettchen kosten je nach Größe zwischen 19 und 49 Euro.

Zum Hintergrund: Als im Neuenrader Stadtpark vor zwei Jahren die alte Eiche gefällt werden musste, da sorgten die Freunde Claudius Schulte und Andreas Raphael für eine nachhaltige Idee. Der 400 Jahre alte Eichenstamm sollte zu Schneidbrettern und Brettchen verarbeitet werden. So konnte jeder, der Interesse hatte, sozusagen 400 Jahre Stadtgeschichte mit nach Hause nehmen.

War ein Baum bereits für die Restaurierung des Ahe-Hammers eingeplant, so sicherte Bürgermeister Antonius Wiesemann einen anderen markanten Baum dann für die Brettchengeschichte zu – den allseits bekannten hohlen Baum. Kaum ein Neuenrader, der sich nicht irgendwann als Kind in der Höhlung versteckt hatte.

Auch eine Eule bewohnte eine Zeit lang eine Baumhöhlung knapp zehn Meter über dem Boden. Dieser mehrere Tonnen schwere Baumstamm konnte unter großem Aufwand dank Firma Ossenberg transportiert werden und musste zunächst lange im historischen Sägewerk in Wocklum getrocknet und anschließend zugesägt werden, bevor die langen Bretter dann vom Tischlermeister Konrad Horsch in Iserlohn-Barendorf zu Schneid-Brettchen verarbeitet wurden.

Etwas Besonderes kam dabei übrigens zutage: Es war eine Kupfer-Eiche, das Holz ist rotbraun gefärbt. Die Brettchen wurden aufgearbeitet und mit dem Markennamen „Wallbrettchen“ versehen.

Nun also gibt es Restbestände dank eines gigantischen Astes, der entsprechend aufbereitet wurde. Die letzten Brettchen sind in Arbeit.

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